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Volxbibel: Ein Buch entzweit die evangelikalen Christen

Volxbibel: Stein des Anstoßes:

Es brodelte schon lange, jetzt werden die Auseinandersetzungen um die Volxbibel immer schärfer. Wie die christliche Nachrichtenagentur idea berichtet, entzweit das bereits im letzten Jahr erschienene Buch den pietistischen Flügel der evangelischen Kirche weiter. Mit ungewöhnlich scharfen Worten kritisierte der Arbeitskreises bibeltreuer Publizisten jetzt das im evangelikalen Bundes-Verlag erschienene Buch.

Der Arbeitskreis bemängelt eine „zum Teil unflätige Sprache einer christlichen Subkultur“ und: „Keine andere der sogenannten Buchreligionen würde auf den Gedanken kommen, ihre heiligen Schriften so zu pervertieren.“ Die Publizisten sprechen von einem „Machwerk“, das die Gefühle vieler ernsthaften Christen verletze.

Ulrich Eggers vom Bundes-Verlag weist die Kritik zurück. Sie spiegele „das klein- bis gutbürgerlich-provinzielle Getto wider, aus dem weite Teile unserer evangelikalen Bewegung kommen“, zitiert idea Eggers aus der Zeitschrift „Aufatmen“.

Die Volxbibel ist ein Projekt von den „Jesus Freaks“ um Martin Dreyer, der von einer großen Gruppe Jugendlicher die Bibel in die heutige Jugendsprache hat umschreiben lassen. Um den Kritikern zuvor zu kommen, wurde das Projekt so weit wie möglich aus dem Verlagsgeschehen ausgelagert und unter eigenem Label als 100-prozentige Tochter des Bundes-Verlages veröffentlicht. Bereits kurz nach dem Start des Projektes erhielt der Verlag über 600 Zuschriften, die durchaus sehr gespalten waren. Bei der Stiftung Christliche Medien (SCM), zu der der Verlag gehört, machte man sich im letzten Herbst bereits Gedanken um einen Imageschaden.

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Eine Antwort

  1. Die Meldung ist jetzt 13 Jahre her und verlangt nach Aufklärung.

    1. Die Volxbibel ist KEIN Projekt der Jesus-Freaks, war es nie. Es war immer ein alleiniges Projekt von Martin Dreyer.

    2. Die Volxbibel wurde niemals von „einer großen Gruppe Jugendlicher … in die heutige Jugendsprache“ umgeschrieben. Die erste Ausgabe wurde alleine von Martin Dreyer verfasst, der sich von Theologen und Jugendlichen beraten ließ. Erst die zweite Ausgabe (2.0) und nachfolgenden Ausgaben (3.0, 4.0, Reloaded, etc.) wurden im Internet als ein Gemeinschaftsprojekt als fortführendes Update weiter verfolgt und veröffentlicht.
    3. Der Imageschaden trat nie ein. Ganz im Gegenteil wurde das Bibel-Buch zu einem Verkaufsschlager, war mehrere Wochen auf der TB Bestsellerliste unter den Top 30, in der Liste der christlichen Bücher viele Wochen auf Platz 1. Bis heute verkauft es sich stetig weiter, wird immer wieder zitiert und in mehreren Schulbüchern erwähnt. Es gibt seit diesem Jahr sogar eine kostenlose APP für Android und iPhone Handys.
    Beste Grüße
    Martin Dreyer

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