Speeddating mit potenziellen Vertragspartnern im Halbstundentakt, Vorträge am Stück und Kunstbuch-Geplauder bei den abendlichen Empfängen… Dass es beim ersten deutsch-französischen Kunstbuchtreffen in München sehr geschäftig zuging, war ganz im Sinne der Veranstalter: Ziel des Treffen französischer und deutscher Kunstbuchverleger und deutscher Buchhändler vom 19. bis 20. Mai war es, den Rechtehandel und den Export französischer Kunstbücher nach Deutschland voranzutreiben und außerhalb der großen Branchentreffs eine weitere Arbeits- und Kooperationsplattform anzubieten.

Organisatoren waren die Frankfurter Buchmesse und das Bureau International de l’Edition Française (BIEF), das – wie die Internationale Abteilung der Frankfurter Buchmesse für Deutschland – Gemeinschaftsstände auf internationalen Messen ausrichtet. Unterstützt wurde das Event von der Kulturabteilung der Französischen Botschaft in Berlin.
Centre Pompidou, Musée du Louvre, Flammarion, Réunion des Musées Nationaux… Das Münchner Arbeitstreffen lockte die Vertreter insgesamt 16 namhafter französischer Verlage nach Deutschland, wo sie in Einzelgesprächen und bei Vorträgen oder Podien unter anderem auf die Verlage Hatje Cantz, Prestel und C.H. Beck trafen. Begleitet wurde das Rendez-vous von einer Ausstellung, die 250 ausgewählten Neuerscheinungen der französischen und deutschen Kunstbuchverlage präsentierte.
Als Service für deutsche Verlage und Buchhändler informierten die Französische Botschaft und das BIEF über aktuelle Fördermöglichkeiten für den Import französischer Bücher nach Deutschland und ihre Übersetzung.
Fördermöglichkeiten für deutsche Verlage:
1. Centre National du Livre (CNL) : fördert die Übersetzung und Veröffentlichung französischsprachiger Bücher im Ausland. (Fördergelder für Übersetzer, Stipendien).
Kontakt: CNL Natacha Kubiak – natacha.kubiak@culture.gouv.fr
2. Französische Botschaft in Deutschland: Das Programm „P.A.P. Rilke“ (P.A.P. = Programme d’Aide à la Publication) übernimmt bis zu 50 Prozent der Übersetzungs- bzw. Druckkosten. Kontakt: Franz. Botschaft, Kultur- und Medienabteilung, Berlin. www.kultur-frankreich.de > Literatur
Anträge deutscher Verlagshäuser werden 2x/Jahr entgegen genommen (nächster Stichtag: 30. September)
Fördermöglichkeiten für deutsche Buchhändler:
Das Centre National du Livre (CNL) fördert den Export französischer Bücher ins Ausland mit bis zu 50 Prozent des Ladenpreises.
Buchhändler können Wunschlisten einreichen. Die Chancen, die Wunschtitel genehmigt zu bekommen sind hoch – die Fördermittel werden bisher nicht ausgeschöpft! Kontakt: CNL, Natacha Kubiak.