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Fachzeitschriften legten letztes Jahr uneinheitlich zu

Insgesamt positiv, aber nach Sparten uneinheitlich hat sich die wirtschaftliche Lage der Fachzeitschriften im letzten Jahr entwickelt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die Amos Kotte vom Callwey Verlag, soeben auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Wiesbaden vorgestellt hat [mehr…], [mehr…].

„Die Zahlen zeigen, dass sich die Fachverlage besser entwickelt haben als die gesamtwirtschaftliche Situation“, lautet Kottes Resümee aus der Umfrage unter Verlagen, die insgesamt etwa 40 Prozent des Gesamtumsatzes am Markt tätigen. Allerdings müsse man auch berücksichtigen, dass insbesondere die Fachzeitschriften in der Medienkrise und in Folge des Zusammenbruchs des sogenannten „Neuen Marktes“ überdurchschnittliche Verluste hatten, erläuterte Kotte.

Insgesamt haben die Fachzeitschriften 2005 ein Plus von 3,2 Prozent an Erlösen gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet. Diesen steht eine Kostensteigerung von 1,7 Prozent im selben Zeitraum gegenüber.

Doch verzeichneten im letzten Jahr einzelne Fachzeitschriftensegmente starke Umsatzeinbußen wie zum Beispiel Architektur -12 Prozent, andere wie Automation legten mit plus 11 Prozent überdurchschnittlich zu. Überraschende Prognose: Verlage aus dem Bereich Medizin/Gesundheit haben einen negativem Trend in 2006 zu erwarten, sie könnten um 25% verlieren.

Erstmals seit vier Jahren konnte wieder ein Zuwachs bei den Anzeigenerlösen erzielt werden (+1,2 Prozent). Allerdings wurde er möglich durch einen starken Abbau von Stellen im Anzeigenbereich im Vergleich zu 2001: insgesamt um -19 Prozent.

„Die insgesamt positiven Zahlen sind kein Grund zum Ausruhen, in Zukunft werden große Investitionen in digitale Techniken nötig sein“, lautete der Tenor der anschließenden Diskussion.

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