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23.8.2006: 10 Jahre Jaron Verlag

Die erste Programmvorschau des Jaron Verlags enthielt den Slogan „Berlin ist geil“, der nicht bei allen Berliner Sortimentern gut ankam. Doch nach zehn Jahren hat sich der Jaron Verlag zum Marktführer im touristischen Berlinbuch-Segment entwickelt und feiert heute sein Jubiläum in seinem Domizil in der Dorotheenstraße.

Das Team (v.l.): Christiane Geißler, Norbert Jaron,
Alexandra Müller und Dietlind Grüne

1996 wagte der Theaterwissenschaftler und Namensgeber des Verlags, Dr. Norbert Jaron, den Schritt zur Gründung; im Oktober desselben Jahres wurde der erste Titel veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt war der Verleger schon kein Neuling mehr in der Buchbranche. Seit Mitte der 80er Jahre in der Verlagsbranche (u.a. bei Harenberg und Holtzbrinck) tätig, war er 1994 nach Berlin gekommen und hatte im Rahmen der Tagesspiegel-Gruppe die Geschäfte von Argon und dem Nicolai Verlag geführt. Zur Zeit arbeiten neben dem Inhaber Norbert Jaron noch drei weitere Mitarbeiterinnen im Verlag.

„Für einen kleinen, unabhängigen Verlag ist es besser für die Marktpräsenz, wenn man sich spezialisiert. Schätzungsweise 80 bis 90 Prozent unserer Titel verkaufen wir in Berlin“, sagt Norbert Jaron und verweist darauf, dass sich der spezifische Berlin-Buchmarkt nach der Wende geändert hat. In der Gunst der Leser stehen heute Titel, die dem touristischen Markt entsprechen. So beliefert Jaron direkt Souvenier- und Museumsshops und präsentiert Titel aus seinem Programm bei verschiedenen öffentlichen Ausstellungen zum Thema Berlin.

Zu den bekanntesten Autoren des Verlags zählen Horst Bosetzky und Lutz Rathenow, die sich auch über Berlin hinaus größerer Beliebtheit erfreuen. Als renommierte Fotografen veröffentlichten Harald Hauswald und Günter Schneider bei Jargon. Heinz Knobloch, der als Feuilletonist das Verlagsprofil wesentlich mitgestaltete, ist 2003 verstorben. „Herr Moses in Berlin“ von Heinz Knobloch, die Familien- und Tatsachenromane von Horst Bosetzky, der Bildband „Berlin“ von Günter Schneider, „Die Berliner Mauer“ von Christian Bahr und die Bestseller „Ost-Berlin“ sowie „Gewendet“ von Harald Hauswald und Lutz Rathenow gehören zu den erfolgreichsten Titeln von Jargon.

Für dieses Jahr sind noch ein paar Neuerscheinungen geplant, natärlich spielt auch Berlin eine Rolle. So bringt der Fotograf Günter Schneider im Oktober einen Band mit neuen Berlin-Luftbildern heraus, und Carola Wedel bereitet derzeit einen Begleitband zur ZDF-Dokumentation über das Bode-Museum vor. Mit diesen und noch weitere Projekten bleibt der Verlag im letzten Jahresdrittel sehr aktiv. Für Norbert Jaron ist noch lange nicht Schluß: „Bis zum 25. Geburtstag dieses Verlags im Jahre 2021 will ich mindestens noch dabei sein.“

Möchten auch Sie jemandem aus Ihrer Buchhandlung/Ihrem Verlag zum „Runden Geburtstag“ gratulieren? Dann mailen Sie uns einen kleinen Text und ein Foto des Jubilars/der Jubilarin: redaktion@buchmarkt.de, Stichwort: Runde Geburtstage

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