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Fachmedien erwarten Wachstum / Neue Markenstudie vorgestellt

Die Fachverlage beurteilen Geschäftslage und Entwicklung weiterhin positiv. Das zeigen die heute vorgestellten Ergebnisse der Herbstumfrage der Deutschen Fachpresse, die alljährlich die Einschätzungen zu dem ablaufenden und die Erwartungen zu dem kommenden Geschäftsjahr abfragt.

Für 2007 erwarten 43 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen höhere Inlandsumsätze, 37 Prozent ein im Vergleich zum Vorjahr gleich bleibendes Niveau. Auch die Ertragslage 2006 wird überwiegend positiv bewertet. „Das sind bemerkenswert erfreuliche Signale,“ kommentiert Claus Wüstenhagen, Vorsitzender der Geschäftsführung Vogel Business Medien und stellvertretender Sprecher der Deutschen Fachpresse, die Ergebnisse. „Die Wachstums-Prognosen aus der Herbstumfrage 2005 haben sich in der Fachpressestatistik 2005 klar bestätigt. Die zielgruppengerechten Innovationen unserer Branche beginnen, sich auszuzahlen. Insofern sind wir schon jetzt sehr zuversichtlich, auch im Frühjahr 2007 wieder ein gutes Jahr für die Fachmedien melden zu können.“

Die Umsatzerwartungen für 2007 wurden getrennt nach den Bereichen Anzeigen, Vertrieb und Online abgefragt. Bemerkenswert sind die Erwartungen für die digitalen Geschäftsbereiche: 71 Prozent der Befragten sehen hier Wachstum im kommenden Jahr. „Fachverlage wandeln sich von klassischen Print-Anbietern zu multimedial agierenden Fachmedienhäusern. Auch wenn die Umsätze mit den elektronischen Medien verglichen mit den Print-Umsätzen noch relativ bescheiden ausfallen, stehen hier gerade für die Fachmedien die Zeichen auf Wachstum und nachhaltige Veränderung,“ kommentiert Wüstenhagen.

Mit dem Anzeigengeschäft geht es ebenfalls wieder bergauf: 48 Prozent der befragten Verlage erwarten eine „etwas bessere“ und 16 Prozent sogar eine „deutlich bessere“ Entwicklung.

Von einem wachsenden Abonnementgeschäft gehen immerhin 43 Prozent der Befragten aus. Wichtige Wachstumsthemen für 2007 sind dementsprechend das Online- und Anzeigengeschäft. Es folgen Relaunches, der Aufbau neuer Geschäftsfelder und die Angebotserweiterung im Bereich „Kongresse / Seminare / Veranstaltungen“.

Gefragt wurde auch nach der Einschätzung der konjunkturellen Lage. 47 Prozent erwarten hier eine leichte Besserung, 32 Prozent gehen von einer Beibehaltung der gegenwärtigen Situation aus. „Die Stimmung ist gut und das Umsatzwachstum von rund 3 Prozent, das die Fachmedien 2005 verzeichnen konnten, gibt Zuversicht und Raum für die Umsetzung neuer Ideen,“ fasst Brita Westerholz, Geschäftsführerin der Deutschen Fachpresse, zusammen.

Die heute ebenfalls vorgestellte neue Studie der Deutschen Fachpresse untersucht die Fragen, welche Bedeutung die Marke im Markt der Fachinformationen hat und wie Markenführung hier erfolgreich umgesetzt werden kann. Das Projekt wurde von der Universität Siegen, Fachbereich Marketing, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Fachpresse konzipiert. Die Daten basieren auf den Ergebnissen einer Online-Befragung unter den Mitgliedern der Deutschen Fachpresse im Sommer 2006.

„Im Konsumgüterbereich ist der Einfluss von Marken unumstritten. Uns interessierte aber, wie wir das Thema Marke für die Belange unserer Branche nutzen und damit den Geschäftserfolg von Fachverlagen steigern können“, erläutert Claus Wüstenhagen, stellvertretender Sprecher der Deutschen Fachpresse, die Zielsetzung der Studie.

Die Kernergebnisse sind:
· Die Marke hat für Fachzeitschriften schon heute eine große Bedeutung, die zukünftig noch deutlich zunehmen wird.
· Sowohl auf dem Leser- als auch auf dem Anzeigenmarkt spielt die Titelmarke eine größere Rolle als die Verlagsmarke.
· Professionelle Markenführung beeinflusst nachweislich den Markterfolg eines Fachzeitschriftentitels deutlich positiv.
· Konsequente Markenführung ist derzeit bei Fachmedien noch nicht immer gegeben.

Die Studie verdeutlicht darüber hinaus, dass sich die Markenorientierung in Verlagen aus den Bausteinen Leitprinzip, Normen, Symbole und Verhaltensweisen zusammensetzt. Diese Bausteine werden jedoch in unterschiedlichem Maße genutzt. „Markenführung ist in vielen Häusern bereits Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Dies beispielsweise über Design, Imagewerbung und Events nach außen hin auch sichtbar zu machen, könnte noch konsequenter betrieben werden“, kommentiert Brita Westerholz, Geschäftsführung Deutsche Fachpresse, die Ergebnisse.

„Fachzeitschriftenmarken entstehen nicht über Nacht, sondern bedürfen der kontinuierlichen und professionellen Pflege“, resümiert Claus Wüstenhagen. „Im Zuge der gegenwärtigen starken Diversifizierung der Fachinformationsangebote in die Bereiche Print, Digital und Dienstleistungen kommt einer starken Dachmarke immer größere Bedeutung zu. Fachverlage sind daher gut beraten, dieses Thema jetzt mit allem Nachdruck anzugehen.“

Weitere Informationen zur Studie „Fachzeitschriften als Marken“ finden Sie unter www.deutsche-fachpresse.de. Der Berichtsband mit allen Ergebnissen kann zum Preis von 50,00 € (Für Mitglieder der deutschen Fachpresse 25,00 €) im Frankfurter Büro der Deutschen Fachpresse. Martina Seiring, 069/13 06-397, seiring@deutsche-fachpresse.de bestellt werden.

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