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Fressen „Heuschrecken“ Houghton Mifflin?

Die internationale Fachverlagswelt steht vor einem kleinen Erdbeben: Es sieht so aus, als würde ein irischer Verlags-David mit Hilfe von „Heuscherecken“ einen US-Verlags-Goliath übernehmen:

Der verhältnismäßig kleine Software-Publisher und Lernmittelverlag Riverdeep mit Sitz in Dublin (rd. 300 Mio Dollar Umsatz) will den Bostoner US-Verlag Houghton Mifflin übernehmen, den viertgrößten Schulbuch Verlag der USA, an dem auch Random House und Harper Collins interessiert sein sollen.

Sollte der Übernahme-Plan von Riverdeep-Chef Barry O´Callaghan gelingen, der schon Aktien von HM besitzt und derzeit für sein Übernahmeangebot in Höhe von 1 Mrd. US-$ (785 Mio. €) Investoren umwirbt, dann würde ein neuer Verlagsgigant mit einem Gesamtumsatz von 5 Mrd. Dollar und 4000 Mitarbeitern entstehen.

Was die Verlagswelt verblüfft: Durchgesickert war, dass zunächst Houghton Mifflin Boss Tony Lucki (früher Vorstandsmitglied bei Riverdeep), seinen früheren Arbeitgeber übernehmen wollte. Jetzt aber sieht es so aus, als würde der 170 Jahre alte Traditionsverlag aus Boston selber geschluckt, weil seine Aktionäre eine Chance sehen, ihre Anteile ertragreich wieder zu Cash zu machen. Die neue Company hätte dann zwar 3,1 Mrd. $ Schulden, aber Barry O´Callaghan hat seinen Investoren vorgerechnet, man werde durch Synergien den Profit um 40 % steigern und dabei künftig jährlich 100 Mio $ an Kosten sparen können.

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