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Google holt sich Bayerische Staatsbibliothek als ersten deutschen Partner für Buchsuche-Projekt

Google hat mit der Bayerischen Staatsbibliothek den ersten deutschen Bibliotheks-Partner für sein in der Buchbranche aber umstrittenes Google Buchsuche-Projekt [mehr…] gefunden.

Gemeinsam werden Google und die bayerische Staatsbibliothek mehr als eine Million lizenzfreier Werke digitalisieren, so dass künftig weltweit die historischen und Spezialsammlungen der Bibliothek durchsucht, angesehen und sogar herunterladen werden können.

Neben den deutschsprachigen Werken enthält die Sammlung der Bibliothek auch zahlreiche lizenzfreie Werke in Französisch, Spanisch, Deutsch, Latein, Italienisch und Englisch, die Googles vielsprachigen Index bereichern und mehr Menschen weltweit mehr Bücher in mehr Sprachen verfügbar machen.

Dr. Rolf Griebel, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, dazu: „Mit der heutigen Bekanntgabe öffnen wir unsere Bibliothek buchstäblich der ganzen Welt und bringen die wahre Bestimmung der Bibliotheken – nämlich die Entdeckung von Büchern und Wissen – einen entscheidenden Schritt auf dem Weg ins digitale Zeitalter voran. Es ist eine faszinierende Herausforderung, jedem Leser auf der ganzen Welt die reiche literarische Tradition Deutschlands zur Verfügung zu stellen“

Die folgenden Bibliotheken sind bereits Partner der Google Buchsuche: Oxford University, Universität Complutense Madrid, die Bibliothek von Barcelona, Harvard University, Stanford University, University of Michigan, die New York Public Library, University of Virginia, University of Wisconsin-Madison, Princeton University, University of California und die University of Texas-Austin. Google arbeitet außerdem mit der amerikanischen Kongressbibliothek (Library of Congress) an einem gemeinsamen Digitalisierungs-Pilotprojekt zusammen.

Das Bibliotheksprojekt der Google Buchsuche digitalisiert Bücher bedeutender Bibliotheken weltweit und ermöglicht es, deren Sammlungen auf Google Buchsuche zu durchsuchen. Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://books.google.de.

Die Google Buchsuche besteht aus zwei unterschiedlichenTeilen, dem Partnerprogramm und dem Bibliotheksprojekt:

Das Partnerprogramm:
Partner (üblicherweise Verlage [mehr…]) übergeben Bücher an Google, um sie zu digitalisieren, einen Teil davon online einsehbar zu machen und diese Titel kostenlos bewerben zu lassen. Die Benutzer sehen dann einige Seiten der Bücher, die für ihre Suche relevant sind. Das reicht aus, um ihnen einen groben Überblick über das Thema und die Qualität des Buches zu geben. Bei Interesse kann sich der Benutzer zur Website des Verlages oder eines Online-Händlers durchklicken und das Buch kaufen. Google verarbeitet diese Bücher kostenlos – und bekommt keine Vermittlungsprovision, wenn Benutzer Bücher kaufen. Die Verlage entscheiden selbst, ob sie auf diesen Seiten Anzeigen zulassen. Falls sie Werbeanzeigen schalten, leitet Google den größten Teil des Werbeerlöses an den Verlag weiter.

Das Bibliotheksprojekt:

Weltweit führende Bibliotheken wie die der Universitätsbibliotheken von Michigan und Oxford stellen Google ihre Bücher zur Digitalisierung zur Verfügung, so dass Bücher, die bisher nur für Personen direkt in der Bibliothek verfügbar waren, von jedermann mit einem Internetanschluss gefunden werden können. Ein Buch aus den Bibliotheksbeständen kann, soweit gesetzlich zulässig, vollständig angezeigt werden, zum Beispiel nach Ablauf des urheberrechtlichen Schutzes.

Sofern Bücher urheberrechtlich geschützt sind, werden dem Nutzer nur einige bibliographische Daten wie der Buchtitel und der Name des Autors angezeigt, sowie maximal zwei oder drei kurze “Snippets“ (Textfragmente) aus dem Buch. Gegebenenfalls werden auch Informationen über eine Bibliothek angezeigt, in der man es ausleihen kann, oder Händler, bei denen es gekauft werden kann. Wenn Verlage oder Autoren nicht möchten, dass ihre Bücher digitalisiert werden, können sie Google darüber informieren, Google schließt sie dann aus.

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