Auf Einladung des Verlages Barbara Budrich, des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung Berlin, der GEW – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie mit Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung wird Prof. Vernor Muñoz heute Abend von 18:00 bis 21:00 Uhr seine aus internationaler Perspektive gewonnene Position vorstellen und mit Vertretern aus Wissenschaft und Praxis diskutieren.
· Wie ist es um das Menschenrecht auf Bildung in Deutschland bestellt?
· Welche Verbesserungsvorschläge gibt es für die zum Teil wenig optimalen Zustände?
· Stimmt es, dass Deutschland im internationalen Vergleich ein überaus selektives Bildungssystem vorweist, das ohnehin Benachteiligte noch weiter benachteiligt?
Muñoz besuchte 2006 Deutschland als Sonderberichterstatter der UN, um den Grad der Verwirklichung des Rechts auf Bildung in Deutschland zu untersuchen. Er nahm Einblick in Schulen und andere pädagogische Einrichtungen und traf auf Interessenvertreter der Zivilgesellschaft. Im Februar 2007 legte er der UN seinen Abschlussbericht vor. Dieser Bericht erregte einiges Aufsehen, weil er diagnostizierte, dass in Deutschland Chancen auf Bildung von sozialen Schichten abhingen.
Die Veranstaltung findet in den Räumen des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung statt und Prof. Jutta Allmendinger, die gerade erst die Präsidentschaft des WZB übernommen hat, hat sich bereit erklärt, persönlich an der Podiumsdiskussion teilzunehmen. Außerdem sind auf dem Podium Marianne Demmer, als stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Prof. Marianne Krüger-Potratz als Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, Prof. Bernd Overwien und Prof Annedore Prengel als Herausgeber und Herausgeberin des Buches „Recht auf Bildung“, das kürzlich im Verlag Barbara Budrich erschienen ist. Mit Reinhard Kahl konnte ein renommierter Journalist, der sich im Bereich Erziehung und Bildung einen Namen gemacht hat, für die Moderation der Veranstaltung gewonnen werden.