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Ulrike Musial zu ihrem Aufruf an die Verlage zu mehr Partnerschaft

Letzte Woche hat LG-Buch-Mitglied Ulricke Musial einen offenen Brief an die Verlage formuliert und zu mehr Partnerschaft aufgerufen [mehr…]. „Wir brauchen Verlage, denen der Erhalt einer vielfältigen Buchhandelslandschaft mehr wert ist als eine Absichtserklärung“, hatte sie erklärt. Buchmarkt.de hat nachgefragt, was sie damit meint.

Ulrike Musial

buchmarkt.de: Was Sie sagen klingt so, als ob Sie die Verlage zeihen, nur Lippenbekenntnisse abzugeben, ein scharfer Vorwurf. Was steckt wirklich dahinter? Warum haben Sie den offenen Brief geschrieben?
Musial: Das sind mehrere Punkte Zum einen der Ausstieg der Holtzbrinck-Verlage. Dann: Der von den angefragten Verlagen (bis auf eine Ausnahme) abgeschmetterte Versuch einer gebündelten Bestsellerbestellung von LG-Buch-Buchhandlungen zu Sonderkonditionen. Außerdem sind das getroffene Aussagen, die eine potentielle Partnerschaft als „Subventionierung“ bezeichnet oder der Satz “ wir sind ja bereit zu helfen“, als ginge es um eine Art Caritas. Und schließlich braucht eine Verbundgruppe wie die LG-Buch auch die Zusammenarbeit mit grossen Publikumsverlagen, um für weitere potentielle Mitglieder interessant zu sein.
Aber das wollen wir klarstellen: Es geht uns nicht ausschließlich um Rabatte, sondern darum, Strukturen aufzubauen, von denen beide Seiten profitieren.
Die Initiative für den Brief kam aus der Mitgliedschaft. Ich habe ihn in Absprache mit Anderen formuliert.

Wie steht es um den Zwischenbuchhandel: Sollte der da nicht stärker einspringen? Zum Beispiel einen Teil des Funktionsrabattes an den Handel weiterzugeben?
Der Zwischenbuchhandel hat bereits ein breites Angebot an ökonomischen Modellen für das Sortiment. Die Philosophie der LG-Buch ist eine Partnerschaft mit den Verlagen und dem Zwischenbuchhandel. Wir haben mit Umbreit einen verlässlichen Barsortimentspartner.

Gab es Rückmeldungen auf den offenen Brief nach der Veröffentlichung? Wie war der Tenor der Reaktionen?
Stand heute Mittag: Ein Verlag hat von der LG-Buch Unterlagen angefordert, sonst Schweigen im Walde

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