In der von der Mayerschen übernommenen ehemaligen Buchhandlung Krüger am Westenhellweg in Dortmund [mehr…] herrscht Unruhe, schreibt heute die „Westfälische Rundschau“: Mitarbeiter fürchten, die aktuell laufenden Mietverhandlungen könnten eine Schließung des Traditionshauses bringen.
Zu der brodelnden Gerüchteküche zitiert das Blatt eine Sprecherin der Mayerschen: „Es laufen aktuell Gespräche über Rahmenbedingungen zum Mietvertrag… Wir wissen nicht, ob der Mietvertrag verlängert wird.“
Nach WR-Informationen habe ein anderer Filialist vom Westenhellweg Interesse, das Krüger-Haus anzumieten. Die Mayersche versichert, dass man mit der vor gut einem Jahr übernommenen Buchhandlung Krüger zufrieden sei und keine Schließung der Filiale beabsichtige. „Von uns geht keine Kündigung des Mietvertrages aus“, so die klare Botschaft aus Aachen.
Man wolle sich nun mit dem Vermieter des Hauses ins Benehmen setzen: Rainer Scholten, ehemaliger Geschäftsführer bei Krüger, der bei seinem Ausscheiden Ende 2006 noch einen auf zwei Jahre befristeten Beratervertrag bei „Mayersche – Bücher Krüger“ erhalten hatte.
Eben bestätigt Simone Thelen, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Mayerschen gegenüber buchmarkt.de, dass der Mietvertrag in Dortmund auslaufe: „Wir sind an einer Verlängerung interessiert und wollen den Laden weiter betreiben. Die Verhandlungen mit dem Vermieter laufen derzeit, über das Ergebnis werden wir rechtzeitig informieren.“
Das wird vermutlich erst in der Jahresmitte oder später sein, wie Rainer Scholten am Telefon sagt: „Die Immobilie ist begehrt. Ich habe den Mietvertrag aber nicht gekündigt (der Eindruck entsteht ja), obwohl ich mehrere Interessenten habe. Aber er muss tatsächlich neu verhandelt werden, da er – wie beim Kauf der Buchhandlung vereinbart – befristet ist. Ich weiß aber auch, dass die Mayersche an dem Konzept gern festhalten möchte.“
Das allerdings möglicherweise auf etwas kleinerer Flamme – und so sind wohl auch die Gerüchte über eine Schließung der Buchhandlung entstanden, weil „natürlich der eine oder andere Architekt durch den Laden geht, um zu sehen, ob und wie sich die Fläche ggf. teilweise nutzen ließe.“