In einer Mitarbeiterversammlung hat der neue Geschäftsführer der Evangelischen Verlagsanstalt Bert Alexander Petzold verkündet, dass Dr. Annette Weidhas das Unternehmen verlassen wird.
Aufgrund struktureller und programmatischer Veränderungen im Buchprgramm bei der Evangelischen Verlagsanstalt entfalle die bisherige Leitungsfunktion, die Dr. Weidhas bisher innehatte, heißt es in einer Pressemitteilung zur Begründung. Die Geschäftsführung der Evangelischen Verlagsanstalt und Frau Dr. Weidhas seien übereingekommen, die Zusammenarbeit einvernehmlich zu beenden. „Die Geschäftsführung dankt Frau Dr. Weidhas ausdrücklich für die geleistete Arbeit der vergangenen Jahre.“, sagte Petzold gegenüber den Mitrbeitern.
Petzold weiter: „Die EVA wird zukünftig den Programmbereich Theologie stärker als bisher heraus-heben und die Erfordernisse des modernen Wissenschaftsmarktes publizistisch einfließen lassen. Das allgemeine christliche Buchprogramm werden wir zukünftig stringenter auf die Bedürfnisse von Handel- und Leser ausrichten. Wir werden konsequenter unseren Medienverbund für Marketing nutzen.“
Eine Antwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Hintergründe der Trennung von Frau Dr. Annette Weidhas sind nicht mein Thema.
Davon unbenommen habe ich im Börsenblatt Heft 20 vom 20.5.2021 den Artikel „Nicht Mann noch Frau“ von derselben Autorin gelesen. Ich bin beeindruckt von der Klarheit der Analyse der Wirkung der Gendersprache in unserer Gesellschaft. Es ist geradezu befreiend, den inzwischen elitär-belehrenden, selber intoleranten und ideologisch polarisierenden Druck in der Genderdiskussion einmal ansprechen zu dürfen. Eher kontraproduktiv für das berechtigte Anliegen der Geschlechtergleichheit stellt der Genderstern ein Symbol für die „Vergewaltigung“ der Sprache um jeden Preis dar.
Es gehört Mut dazu, diese Gedanken im Börsenblatt abzubilden. Der Aufschrei einer Lobby ist Ihnen gewiß.
Ich möchte Ihnen danken, daß Sie für die schweigende Mehrheit (noch) ein Forum zur Meinungsäußerung bieten. Ein Stück Freiheit in der Literatur – auch dank Ihrer brillanten Programm- und Vertragsleiterin.