
Viele Besucher kamen am Dienstagabend in die Buchhandlung Bollinger in Oberursel, um die Lesung von Ines Thorn zu hören. Sie präsentierte in dem Geschäft, das 2006 als „Buchhandlung des Jahres“ ausgezeichnet wurde, [mehr…] ihren neuen Roman-Krimi „Die Galgentochter“, soeben bei Rowohlt Taschenbuch erschienen.
Die Frankfurter Schriftstellerin wurde mit historischen Romanen bekannt. „Die Galgentochter“ ist das erste Buch einer Serie über Verbrechen in Frankfurt. Thorn verriet, dass sie das Exposé zum zweiten Band letzte Woche bei Rowohlt vorgelegt hat.
Auf die Frage, warum sie sich gerade mit dem zu Ende gehenden Mittelalter beschäftige, antwortete Ines Thorn: „Das war eine Zeit großer Umbrüche. Denkt man nur an die Erfindung des Buchdrucks oder an die Entdeckungsreisen. Ich denke, wir befinden uns vielleicht wieder in so einer Zeit.“

sich noch immer über
die Auszeichnung und hat extra
einen Stempel anfertigen lassen,
der wie ein TÜV
für Buchhandlungen aussieht
„Die Galgentochter“, eine Geschichte, die um 1532 in Frankfurt spielt, ist ihr erster Versuch, historischen Roman, Krimi und sogar Kochbuch miteinander zu verknüpfen. Unterstützung bei ihrer Recherche erhielt die gebürtige Leipzigerin von Professor Härter vom Max-Planck-Institut.
Nach dem lebendigen Vortrag, bei dem Ines Thorn nicht nur drei Kapitel vorlas, sondern auch über historische Hintergründe informierte, waren die Zuhörer begeistert und neugierig auf den Ausgang des Buches. Und sie hatten erfahren, dass das Rezept für die berühmte Grüne Soße bereits im Mittelalter in Frankfurt bekannt war.
Martina Ricken-Bollinger, Geschäftsführerin der Buchhandlung, bedankte sich bei der Schriftstellerin – mit einem Buch, das ist hier Tradition.
JF