Vor drei Wochen wandte sich die IG Autorinnen Autorenin einem Offenen Brief an die Veranstalter der neuen Buchmesse „Buch Wien“ [mehr…]. Unter dem Titel „Lese- oder Literaturabsägefest“ kritisierten die Unterzeichner nicht nur einen „Mangel an Gesprächsbereitschaft“ seitens der Veranstalter, sondern bezeichneten die Messe (20. bis 23.11.) als „Sonderfinanzierung von Verlagspräsentationen“.
Gestern nun kam es zu einem klärenden Gespräch zwischen dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und den IG AutorInnen: „Wir werden Teil des Programms sein“, sagte IG-Geschäftsführer Gerhard Ruiss nach der „kleinen Konferenz“ sichtlich euphorisch, meldet der STANDARD. Der „erfreuliche Neustart“ bedeute aber noch nicht, dass „es eine g’mahte Wiesen“ sei.
„Man möchte die Literatur festivalisieren“, hatte sich der Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren erst am Donnerstag über die Pläne der Buchmesse, die im Herbst zum ersten Mal stattfindet, beschwert. Die Infrastruktur würde bei solchen Veranstaltungen in den Hintergrund gedrängt. Beklagt wurden „honorarfreie Zonen“ für Autoren bei Verlagspräsentationen, wie es etwa bisher bei der im Wiener Rathaus stattfindenden österreichischen Buchwoche gewesen sei.
Nach dem gestrigen Planungsgespräch ist für Ruiss nun klar: Die Messe ist zweigeteilt. Neben der Buchmesse, die von Reed Exhibitions veranstaltet wird, werde es im Rahmen der vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels organisierten „Lesefestwoche“ (17. bis 23. November) „natürlich honorierte Auftritte“ geben.