
Die Mayersche Buchhandlung und die akademische Buchhandlung Interbook in Trier sind Partner, erläutert die Mayersche in einer Presseerklärung ihre jüngste Neuerwerbung. Gestern wurden die Mitarbeiter informiert, dass ab dem 1. April die Trierer unter dem Namen Interbook Mayersche in einem allgemeinen Sortiment mit den Schwerpunkten Fachbuch und religiöse Literatur einkaufen werden. Ein neues Firmenschild gibt es noch nicht, sei „aber in Arbeit“, wie es aus Aachen heißt.
Die neue Interbook Mayersche bleibt mit ihren 1800 Quadratmetern am bisherigen Standort in Trier. Die 54 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bisherigen Interbook Buchhandlung und 2005 Buchhandlung des Jahres beim BuchMarkt [mehr…] werden in der neuen „Interbook Mayerschen“ weiterbeschäftigt, heißt es in einer Mitteilung des Bistum Trier. Demnach werde auch Geschäftsführer Thomas Brausch übernommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Dass das Bistum an die Mayersche verkauft hat und nicht an die DBH, woran es über Weltbild beteiligt ist, dürfte Augsburg durchaus gewurmt haben. Die Mitarbeiter schätzen jedenfalls die lokale Nähe zur Mayerschen wie zu hören ist. Es sei ja immerhin die Mayersche, hieß es in vielen Kommentaren der Mitarbeiter nach der Bekanntgabe. „Wir passen von unseren Leitlinien und von der Art und Weise unseres Marktauftritts gut zusammen“, sagt Brausch. „Dass wir unseren Namen behalten haben zeigt auch unseren Stellenwert, den die Mayersche uns beimisst“, so Brausch stolz. Welche Veränderungen auf das Haus zukommt, darüber wollte Brausch nicht öffentlich spekulieren. Sicher ist, dass das „größte theologische Sortiment in Rheinland Pfalz“ nicht ohne Not aufgegeben werde.
Aus Sicht von Bernd Franken, Geschäftsführer der VMG, hat sich der Buchhandelsmarkt in den letzten fünf Jahren deutlich verändert, so der Pressedienst des Bistums Trier. „Er wird nun dominiert von großen Ketten. Große Einzelbuchhandlungen sind fast vollständig vom Markt verschwunden.“ Der Wettbewerb, so erläutert Franken weiter, werde in den nächsten Jahren sicher weiter zunehmen: „Von daher hat sich die VMG auch zum Verkauf der Interbook Buchhandlung an die Mayersche Buchhandlung entschlossen. Diese bietet mit ihrer Tradition als Familienunternehmen am ehesten die Gewähr für eine der Tradition von Kaplan Dasbach auf Dauer entsprechende Unternehmensführung. Die Mayersche hat sich im Vertrag auch zu dieser Tradition verpflichtet.“ Unter dem Dach eines großen Spezialisten für den Buchhandel habe die Interbook, so sagt Franken, sicher langfristig eine sicherere Zukunft als unter dem Dach der VMG, die vor allem Vermögensverwaltung betreibe.
Die Paulinus-Verlag GmbH, die zweite Tochter der VMG, sei von den Veränderungen nicht betroffen.