Hinter den Kulissen läuft derzeit unerbittlich der Countdown für den Umzug von Campe-

Thalia – das Haus verfügt über die dreifach Fläche als bisher: Am alten Standort waren es 1200 qm; im früheren Textilhaus K&L Ruppert werden künftig 60 Mitarbeiter in 4 Etagen auf 3600 qm arbeiten. Filialleiter Hans Schmidt, der schon vor 17 Jahren den damaligen Campe Laden eröffnet hat, muss das „alte Haus“ am 30.4. besenrein an den Nachmieter übergeben.
Deswegen wurde jetzt schon in Etappen geschlossen: Seit Donnerstag das 2.OG, seit Montag das 1.OG und ab Freitag wird dann auch das Erdgeschoss verschlossen sein (der Bestell-Service ist noch bis Samstag geöffnet). Montag bis Mittwoch ist niemand

mehr erreichbar; dann wird umgezogen. Und am Abend darf dann gefeiert werden: Rund dreihundert Gäste haben sich schon zur Einweihung des neuen Thalia-Campe Buchhandlung in Nürnberg angesagt, für die rund 100.000 Bücher umziehen müssen. Thalia-Geschäftsführerin Agnes Wieland hat übrigens einen Tag vorher Geburtstag; sie müsste noch auf einer Baustelle feiern.
Hier erste Bilder von einer Baustelle, auf die derzeit die Branche neugierig ist:
Es sieht so aus, als liefe alles nach Plan: Blickpunkt des neuen Ladens wird sicher die Treppenhauscollage sein, an der derzeit mit Hochdruck Bühnenmaler aus München Motive aus Nürnbergs Geschichte aufbringen. Das 3.OG ist im neuen Haus bereits weitgehend eingeräumt, der zweite Stock großteils auch schon. Der erste Stock kommt heute und morgen dran; mit dem Erdgeschoss und die Hintergrundräume wird am Wochenende begonnen.
Die Möbel der alten Buchhandlung werden übrigens an soziale Einrichtungen für deren Bibliotheksräume gestiftet. Drei Millionen Euro steckt Thalia in den Umbau seines neuen Flagship-Stores: Das neue Haus ist deutschlandweit das größte der 219 Filialen – mit ehrgeizigem Ziel: Rund 2000 Kunden hatte Campe bisher; diese Frequenz will man im neuen Haus um 50 Prozent erhöhen.