Wenn das nicht das Dichterherz, noch mehr den Buchhandel und wohl am meisten den

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Verleger freut: Die Novelle „Schweigeminute“ von Siegfried Lenz steht seit Erscheinen unter den ersten drei der SPIEGEL-Liste und dürfte in der Verkaufszahl von derzeit rund 100.000 Exemplaren ganz leise zum „Geliebter Mann“, dem Buch unseres anderen Dichterfürsten Martin Walser, aufgeschlossen haben.
Was auch zu beweisen scheint, dass das Leserpublikum durchaus ein Bedürfnis auch nach Büchern „mit Anspruch“ hat – und auch kauft.
In diesem Zusamenhang sollten wir heute um 19.20 Uhr auf 3sat die Sendung Kulturzeit nicht verpassen: Angekündigt ist aus Anlass der Veranstaltung „Gedenken auf der Wartburg“, bei der Siegfried Lenz auch sein Buch vorstellte, ein Beitrag über den großen Autor.
Wer genau hinguckt, müsste in dem Bericht auch einen Hinweis darauf entdecken, dass Lenz inzwischen heimlich das Genre gewechselt hat und seinem Verlegerfreund Thomas Ganske ein lang versprochenes Theaterstückchen abgeliefert hat. Bei einer szenischen Lesung auf dem hessischen Rittersberg, der privaten Premiere dieses federleichten Lustspiels (das übrigens in einer Buchhandlung spielt und fröhlich aufgenommen wurde), war auch ein Kamerateam von 3Sat dabei. Also: Videorecorder einschalten, in der Hoffnung, dass das Team auch etwas von dem Geist des Stücks eingefangen hat, das eine Lanze für die Kraft der Literatur bricht.







