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10 Jahre Rechtschreibreform: Schüler machen doppelt so viele Fehler

Schüler an deutschen Schulen machen seit dem Inkrafttreten der Rechtschreibreform vor zehn Jahren annähernd doppelt so viele Fehler wie zuvor.

Das ist das Ergebnis von vergleichenden Studien, die Dr. Uwe Grund auf der Jahrestagung der Forschungsgruppe Deutsche Sprache (FDS) am Wochenende in den Räumen des Ernst Klett Verlags in Stuttgart vorstellte. „Die Fehler haben sich gerade in den Bereichen vermehrt, in denen die Reformer regulierend in die Sprache eingegriffen haben“, so der Dozent an der Universität des Saarlands weiter. Dies entspreche bei gleichen Bewertungsmaßstäben einer Absenkung um eine ganze Note. „Diese Untersuchung leistet, was man von den Kultusministerien hätte erwarten müssen: eine objektive Erfolgskontrolle der Reform“, sagte dazu Reinhard Markner, der Vorsitzende der FDS.

Die Schweizer Buch- und Zeitungsverlage sind im Begriff, eine einheitliche, sprachrichtige und leserfreundliche Rechtschreibung einzuführen. Das berichtete Dr. Urs Breitenstein, der die von der Schweizer Orthographischen Konferenz verabschiedeten Empfehlungen in ihren Grundzügen vorstellte. „Wir haben die Reparaturarbeit fortgesetzt, die der Rat für deutsche Rechtschreibung auf Geheiß der deutschen Politiker abgebrochen hatte“, erklärte der Basler Verleger: „Es wäre sehr zu wünschen, daß sich in Deutschland eine ähnliche Initiative bildet.“

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