Viele werden es gar nicht gemerkt haben: die Prolit-Internetanbindung war von Donnerstag 23:40 bis Samstag 20:50 Uhr nach einem starken Gewitter ausgefallen. In der Nähe des Betriebsgeländes war ein Blitz in eine Verteilerstation eingeschlagen, was einen Feuerwehreinsatz nach sich zog.
Durch die dabei entstandene Überspannung wurde die Endpunkteinheit des Internetanschlusses beschädigt. Diese wurde erst am Samstagabend durch einen Telekom-Techniker ausgetauscht.
Da Prolit über weitere Anschlüsse im ISDN-Bereich verfügt, konnten am Freitagvormittag trotz des Ausfalls zumindest die IBU, KNO, Libri und Amazon-Auftragsdaten sowie die Auftragsdaten aus der Webline (Verlage, Vertreter, Händler) abgeholt und taggleich verarbeitet werden.
Selbst die Tagesdaten für die Aktualisierung der Webline-Daten konnten durch Nutzung des (etwas langsameren) zweiten DSL-Anschlusses noch am Freitagabend gerade noch rechtzeitig zur Einarbeitung an den Webline-Server übermittelt werden, so dass viele Verlage und Vertreter überhaupt nichts von dem Ausfall bemerkt haben.
Nicht abgefedert werden konnten allerdings die Ausfallfolgen im Bereich des Mail-Verkehrs: „Hier waren wir am Freitag und Samstag nicht erreichbar für eingehende Mails und konnten selbst auch keine versenden. Das betraf auch Auftragsdaten (z.B. betreffend Germinal), die uns via E-mail und FTP erreichen. Der FTP-Server war durch den Ausfall ebenfalls nicht erreichbar, Aufträge wie auch Mails haben wir uns heute jedoch aus einer Zwischenablage holen können und bearbeitet bzw. beantwortet“, so Prolit-Chef Jochen Mende gegenüber buchmarkt.de.