
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen.
Frankfurter Rundschau
Der Schauspieler und Übersetzer Hanns Zischler erinnert an das Buch, das Hildegard Knef über Romy Schneider schrieb, das war ein „Plädoyer für eine hoffnungslos Verlorene“; Hildegard Knef: „Romy Schneider – Betrachtungen eines Lebens (Moewig).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Kerstin Holm beschreibt unter der Headline „Wem gehört Alexander Solschenizyn?“: „Die Putin-Partei kanonisiert den Schriftsteller, bevor andere es tun“.
„Das Verenden der Parabel“: Florian Borchmeyer findet, dass Enrique Vila-Mats mit seinem Roman „Doktor Pasavento“ (Nagel & Kimche) ein „dichtes Geflecht aus Verweisen“ vorgelegt hat – eine sprudelnde „Literrhoe“.
„Amok einer Butterblume“ steht über der Rezension von Julia Bäh von Jonny Glynn „Sieben Tage“ (S. Fischer): „Niemand ist nur schlecht und gut. Das hat Glynn mit seinem Debüt auf beeindruckende Weise literarisch ausgemalt“.
Kurz: Unter „Kalorienhaltig“ wird angemerkt, dass Olga Flor mit „Kollateralschaden“ (Zsolnay) eine „mitleidlose Studie über den Endverbraucher“ geschrieben habe
und unter
„Bis der Islamist kommt“ wird annotiert: Der Roman von Sawa Al Neimi „Honigkuss“ (HoCa) über das Sexualleben der orientalischen Frau bleibe etwas unbefriedigend.
Die Welt
Peter Zander hat den Filmemacher Volker Schlöndorf besucht und findet, er „geht hart ins Gericht, vor allem mit sich selbst“, wenn er sagt: „Ich rechne mir ständig vor, wie unfähig ich bin („Bekenntnisse eines Filmemachers: “Licht. Schatten und Bewegung“ (Hanser).
Süddeutsche Zeitung
Für Helmut Böttiger hält unter der Überschrift „Es ist Zeit, dass man weiß!“ fest: Der „Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan „Herzzeit“ (Suhrkamp ist ein „literaturgeschichtliches Ereignis.“
Das Lesebuch „Grundtexte zur Freiburger Tradition“ (Mohr Siebeck) von Nils Goldschmidt und Michael Wohlgemuth versammelt Grundtexte der Freiburger Schule. Alexander Kissler schreibt darüber unter der Headline „Sauberer Wettbewerb gegen die Macht der Sünde“.
Und Meike Fessmann beschreibt die „Machenschaften der Phallokratie“ und die „neue Liebesunordnung“ von Ali Smith´s Roman „Girl meets boy. Der Mythos von Iphis“ (Berlin) – es sei ein „anarchisches Buch“.
Neue Zürcher Zeitung
Das Schweizer Blatt bringt heute ein Sachbuch- und ein Spiele-Dossier. Darin rezensiert zum einen Victor Mauer unter dem Titel „Von Imperien, Welten und Reisen“ das Buch „Der Kampf um die Zweite Welt“ von Parag Khanna, das im Berlin Verlag erschienen ist. Darin stellt er fest, dass die USA an Einfluss verlieren. Doch: Das Buch sei eher eine Reisereportage durch die Konfliktregionen, dem selbstgesteckten hohen Anspruch werde das Buch nicht gerecht, so das Urteil.
Patric O. Schäerer hat sich unter dem Titel „Die Vielfalt der islamischen Länder“ mit einem Produkt aus dem Hause des NZZ-Verlages in Kooperation mit dem Verlag Ferdinand Schöningh auseinandergesetzt und rezensiert Arnold Hottinger „Die Länder des Islam.“ Abgesehen von Fehlern im Detail sei das Buch informativ, spannend und detailreich.
Wolfgang G. Schwanitz hat sich um David G. Dalin und John F. Rothmann „Icon of Evel“, gekümmert, das bei Random House New York erschienen ist und titelt mit „Hitlers Helfer in Jerusalem“. Sie untersuchen die historischen Wurzeln von der Zerstörung New Yorks, die sich auch schon bei Hitler gefunden hätten. Zuweilen einseitig, lautet das eher vorsichtige Urteil.
Außerdem kommt „Kongo“ von Dominic Johnson aus dem Verlag Brandes und Aspel zur Sprache, in dem der Autor keine Perspektive für das Land benennen könnte.
An Spielen hat die Redaktion „Blox“ von Wolfgang Kramer und anderen aus dem Ravensburger Verlag ausprobiert, ein vielschichtiges Spiel ohne Einstiegsschwierigkeiten, optisch aber ein Kühlschrank, so der Rezensent.
Außerdem untersucht: „Big Points“ von Schmidt-Spiele unter der Überschrift „Scheibchenweise“, das Spiel sei „taktisch raffiniert und gut für manche Revange“.
Focus
Auf zwei Seiten stellen Katrin Sachse und Christian Sturm den Strafverteidiger Rolf Bossi unter der Überschrift „Spezialist für das Böse“ vor. Anlass ist das Erscheinen seiner Autobiografie „Hier stehe ich“ im Gütersloher Verlagshaus.
In der Literrazia bei Focus geht es Ruth Klügers „Unterwegs verloren“, „Adam und Evelyn“ von Ingo Schulze und Herzzeit (s.o.) und in der Rubrik Sachbuch wird auch die Autobiografie von Volker Schlöndorff (siehe oben in der WELT) vorgestellt.
Der Spiegel
Unter dem Titel „Dialog mit sich selbst“ wird Max Frischs „Schwarzes Quartett“ (Suhrkamp) vorgestellt: „Reizvoll ist, wie Frisch hier mit seinen früheren Ansichten in einen Dialog tritt.“
„Gewissheit des Unglücks“ betitelt Doja Hacker ihren Artikel über Autor Wolfgang Koeppen. Der bei Suhrkamp erschienene Briefwechsel mit seiner Frau Marion Koeppen “ …trotz allem, so wie du bist“ offenbare ihre Alkoholsucht, die vermutlich der Grund für sein Verstummen gewesen sei.
Und unter „Das Buch der alten Dame“ schreibt Ansbert Kneip über die 93-Jährige Autorin Lorna Page, die durch eine missverständlich formulierte Pressemitteilung zur Bestsellerautorin und Heldin wurde. Ihr Buch „A Dangerous Weakness“ liegt (noch) nicht im Deutschen vor.
Aufgegriffen wird auch die Verfilmung von Bohumil Hrabals Schelmenroman „Ich habe den englischen König bedient“ (Suhrkamp).







