
Das war für Liz Mohn offenbar eine Herzensangelegenheit und einen besseren Zeitpunkt für die Buchpräsentation hätte es dazu kaum geben können. Nur einen Tag nach dem EU-Sondergipfel zur Kaukasus-Krise standen gestern Abend europäische Impulse zur Humanisierung der Globalisierung im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion in der Bertelsmann Repräsentanz Unter den Linden 1.
Unter der Moderation von Heiner Bremer diskutierten der Historiker Paul Nolte und der ehemalige österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel mit Mário Soares und Federico Mayor Zaragoza über deren als ClubPremiere erschienenes Sachbuch „Europa als Leuchtturm“.
Der ehemalige portugiesische Präsident Soares und der Spanier Mayor Zaragoza, ehemaliger Generaldirektor der UNESCO, treten in dem Buch als Gesprächspartner auf, sie unterhalten sich über die zeitgeschichtliche Entwicklung ebenso wie über aktuelle Themen der internationalen Politik und entwerfen ein Szenario für eine bessere Zukunft. Europa müsse mehr sein als ein Leuchtturm. „Europa muss ein Wachtturm sein“ appellierte Mayor Zaragoza. „Lasst uns Nelken in unsere Waffen stecken!“

Heiner Bremer, Federico Mayor Zaragoza,
Wolfgang Schüssel, Heiner Bremer, Mário Soares,
Liz Mohn, Federico Mayor Zaragoza
„Machen wir unsere Welt friedvoller“, forderte auch Liz Mohn, die den Anstoß zur Veröffentlichung des Buches auch in deutscher Sprache gegeben hatte. In ihrer Einführung sprach sich die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann-Stiftung für mehr Menschlichkeit im Umgang miteinander aus. „Wir leben weder in einem amerikanischen noch in einem europäischen oder asiatischen Jahrhundert – wir leben in einem globalen Jahrhundert“, sagte sie und forderte nach der Globalisierung der Wirtschaft eine Globalisierung unseres Bewusstseins. „Manchmal habe ich einen Traum und darin sprechen wir alle eine gemeinsame Sprache, die Sprache der Menschlichkeit.“
In der heutigen Ausgabe des Berliner Tagesspiegel schreibt Liz Mohn zum selben Thema. Hier können Sie weiterlesen: http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Globalisierung;art141,2606188







