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Stefan Aust präsentierte in Hamburg sein neubearbeitetes RAF-Buch

bild(l, 9852)„Ich habe das Buch sorgfältig Satz für Satz durchgearbeitet, es ist inhaltlich ein neues Buch geworden“ sagte Ex-Spiegel-Chefredakteur und Autor Stefan Aust bei der Vorstellung der neuen Auflage des Werkes bei Hoffmann und Campe in der Hamburger Heine-Villa im Harvestehuder Weg.

HoCa-Geschäftsführer Günter Berg hatte zur Vierfach-Premiere eingeladen; denn gleichzeitig erscheinen von Katja Eichinger „Der Baader-Meinhof-Komplex. Das Buch zum Film“ (Premiere am 25.9.), zwei Hörbücher als Dokumentationen zu dem Thema und das Buch „Sie nannten mich Familienbulle“, in dem der BKA-Sonderermittler Alfred Klaus seine Sicht „der größten Tragödie der deutschen Nachkriegszeit“ (Aust) erzählt.

Verleger Günter Berg mit seinen Autoren
auf dem Podium

Das Buch von Aust über das düstere Kapitel des deutschen Terrorismus ist ein Standardwerk. Es erschien erstmals 1985 bei Hoffmann und Campe. Drei Jahre hatte der Reporter an dem Buch gearbeitet. „Ich saß mit 60 Meter Aktenordnern in meiner Eppendorfer Wohnung und habe geschrieben“, erzählte Aust den Journalisten auf der Pressekonferenz und fügte hinzu: „ich glaube, ich war der erste, der alle Akten wirklich gelesen hat“. Seither hat sich der Journalist immer wieder in mehreren Neuauflagen, Titelgeschichten im Spiegel und Fernseh-Dokumentationen mit dem Thema beschäftigt. Seine Motivation: „Ich wollte es irgendwann mal genau wissen“.

Für die Neuauflage hat er das Werk überarbeitet und um neue Recherchen ergänzt. Erstmals erscheint das Standardwerk nun auch mit Fotos. Das Buch ist auch Grundlage für eine NDR-Fernsehdokumentation und einen Kinofilm von Bernd Eichinger (Drehbuch) und Uli Edel (Regie), der am 25.9. Deutschland-Premiere hat. Eichingers Ehefrau Katja hat das Buch zum Film geschrieben, in dem die Entstehungsgeschichte des Films beschrieben, aber auch Gespräche und Diskussionen der Schauspieler sowie das Drehbuch dokumentiert werden.

Alfred Klaus beschreibt in dem Buch „Sie nannten mich Familienbulle“ den Kampf gegen die Rote Armee Fraktion aus der Sicht des Sonderermittlers beim Bundeskriminalamt. Sein Entschluss, die Angehörigen der RAF-Mitglieder zu besuchen, trug ihm den von Ulrike Meinhof geprägten Namen „Familienbulle“ ein.

Zwei Hörbücher ergänzen die Reihe. Fakten, Dokumente und Originaltöne finden sich auf dem ersten Hörbuch „Der Baader-Meinhof-Komplex“ von Stefan Aust, während im zweiten Hörbuch die Originaltonspur des Films zu hören ist.

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