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Buchpremiere: Carsten Tergast hat Horst Lichters Geschichten aufgeschrieben

In der Berliner Bertelsmann-Repräsentanz stellte gestern der Autor und frühere BuchMarkt-Redakteur Carsten Tergast sein neues Buch vor: „Wer hier klaut, stirbt! Horst Lichters (auf dem kleinen Foto mit Liz Mohn) Geschichten von tausendundeinem Leben“, erschienen im Gütersloher Verlagshaus.

Verleger Klaus Altepost hatte allen Grund zur Freude. Die Erstauflage von 20.000 Exemplaren ist schon komplett ausgeliefert. Reich bebildert mit Fotos von Peter Wirtz nimmt Carsten Tergast den Leser mit auf einen literarischen Spaziergang durch Horst Lichters „Oldiethek“ im rheinischen Rommerskirchen-Butzheim. Der

Carsten Tergast, Horst Lichter, Klaus
Altepost (v. l.)

bekannte Fernsehkoch und Entertainer sammelt in dem Restaurant und Café alles: Kitsch, Antiquitäten und Krempel – von der Kaffeekanne bis zum Motorrad. Entstanden ist eine einzigartige Schatzkiste voller kleiner und großer Dinge, die ihre eigene Geschichte haben. Doch hinter der Oldiethek steckt mehr als nur eine Sammlung von Geschichten. Sie sei die Tankstelle für Lichters Seele und Geist, schreibt Tergast im Vorwort.

Liz Mohn, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, die mit Lichter befreundet ist, hob in ihrer warmherzigen Laudatio dessen positive Lebenseinstellung hervor. Trotz schwerer Schicksalsschläge sei er immer wieder aufgestanden. „Er gibt den Menschen Zuversicht, zaubert ihnen ein Lächeln aufs Gesicht und vermittelt Lebensfreude.“ Besonders in der heutigen Zeit, in der Resignation, Hoffnungslosigkeit und Angst zunehmen, komme es darauf an, Geborgenheit und Zusammengehörigkeit zu vermitteln. „Das lebt Lichter uns vor“, sagte Liz Mohn.

Dass Carsten Tergast das Buch geschrieben hat, ist kein Zufall. „Wir brauchten einen Autor, der schreiben kann“, sagte Klaus Altepost, der Tergast bereits durch dessen Mitarbeit an Michael Winterhoffs Bestseller „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ kennt. Altepost brachte den Rheinländer Lichter und den Norddeutschen Tergast zusammen. Stundenlang hörte der Autor Lichters Geschichten zu und schrieb die schönsten von ihnen auf.

„Ich sammle keine Gegenstände, ich sammle Geschichten“, sagte Horst Lichter gestern Abend. „Und Geschichten müssen erzählt werden.“ Bei allem Erfolg als Entertainer hat Lichter sich seine aufrichtige Offenheit bewahrt, seine Glaubwürdigkeit – und seine Wärme. „Ich bin aus dem Staunen kaum mehr herausgekommen.“ So wie Tergast ging es auch dem Publikum, als Tergast und Lichter auf der Bühne standen und Geschichten aus der Oldiethek erzählten. Von Dinosauriern und einem kaputten Fahrrad, von alten Schreibmaschinen und einer Frankfurter Kirchturmuhr.

Liz Mohn charakterisierte treffend die große Kunst Horst Lichters, indem sie ausführte, dass er die Menschen in eine Welt führt, in der sie ihre Sorgen vergessen. „Er hält uns den Spiegel der Herzlichkeit und der Menschlichkeit vor.“ Deswegen werden Lichters Geschichten ganz dringend gebraucht. Und Carsten Tergast hat sie aufgeschrieben.

ML

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