Wird aus Karstadt ein Karstädtchen? wie es scheint beginnt der endgültige Ausverkauf beim Karstadt-Quelle-Konzern. Nachdem Manager vor einigen Tagen noch abgewiegelt haben [mehr…], die gewinnbringende Sparte Thomas Cook, mit seinem Umsatzanteil von 60 Prozent zu verkaufen, hat Thomas Middelhoff jetzt einen Rückzieher gemacht.
Arcandor verspiele nun seinen Rest an Glaubwürdigkeit, kommentiert Stefan Weber heute morgen in der Süddeutschen Zeitung. Bereits vor einigen Tagen meldete die Financial Times Deutschland, Arcandor befände sich im freien Fall. Statt 40 Euro, wie Middelhoff versprochen hatte, sei die Aktie inzwischen unter 4 Euro gesunken. Einzigen Pfand: Thomas Cook. Jetzt wird die Zerschlagung der Cash Cow in Erwägung gezogen, heißt es.
Karstadt stehe mit dem Rücken zur Wand, so heute morgen der Kommentar, Immobilien verkauft, langfristige Mietverträge, so dass schlecht laufende Warenhäuzser gar nicht mehr geschlossen werden können. Middelhoff könne Phantsien schüren, aber „jetzt ist Middelhoffs Zauber verflogen“. Zu lang sei die Liste der nicht eingelösten Versprechungen, er habe keinen Ass mehr im Ärmel.
Wenn Karstadt nur noch ein Versandgeschäft sei, dann gäbe es eine neue Personalie: Marc Sommer, der Versandhauschef. Middelhoff habe stets betont, ins Investmentgeschäft nach London zurückkehren zu wollen, wenn seine Aufgabe erfüllt sei. Nun habe er den Knzern zwar drei Jahre am Leben erhalten, aber die Existenzfrage bleibe.