Home > News > Kösel feiert 415 Jahre Bestehen / Klaus Eck äußert Zweifel an der Google-Vereinbarung

Kösel feiert 415 Jahre Bestehen / Klaus Eck äußert Zweifel an der Google-Vereinbarung

Mit einem großen Empfang hat der Kösel Verlag gestern im Literaturhaus München sein 415-jähriges Bestehen gefeiert.

Knapp 200 Buchhändler, Autoren, Kirchenvertreter, Vertreter von Partnerverlagen und Mitarbeiter der Verlagsgruppe Random House waren gekommen, um das Jubiläum eines der ältesten Verlagshäuser Deutschlands zu begehen. Seit 2005 ist Kösel unter dem Dach des „jungen“ Random House Verlages, wie der verlegerische Geschäftsführer Klaus Eck in seiner Rede sagte.

Darin waren seine Zweifel an der jüngsten Vereinbarung zwischen Google und den amerikanischen Autoren nicht zu überhören. So schloss er nicht aus, dass die Vereinbarung ein „trojanisches Pferd“ sei und sagte: „Wir werden sehen und kritische Fragen sind erlaubt“.

Für ihn sei das Surfen auf der Informationsfülle des Internets und das Eintauchen in ein Buch kein Gegensatz. „Ich bin kein Freund von Ablösetheorien“, sagte er. Das E-Book könne das gedruckte Buch nicht ersetzen.

Den Kösel Verlag bezeichnete Eck als „Saphir“ in der Gruppe und spielte damit auf den jüngsten Erfolgstitel, dem Islamschulbuch, an.

Kösel-Verleger Winfried Nonhoff zeigte an ausgewählten Stationen der Geschichte auf, wie der Verlag die jeweiligen Herausforderungen seiner Zeit gemeistert habe und immer wieder ein am Leser und am Leben orientiertes Programm gestaltet hat. Großen Respekt zollte er der früheren Eigentümerfamilie Huber, dass sie in der Zeit des Nationalsozialismus den Verlag „sauber“ gehalten habe, obwohl die Nazis den Verlag um wesentliche Teile beraubt haben.

Sehr unterhaltsam beschrieb Autorin Sabine Asgedom die fünfzehn Gefühlslagen, die ein Schriftsteller von der Idee bis zum fertigen Buch durchlaufe. Werner Tiki Küstenmacher erläuterte, warum der Luxus notwendig sei. Den größten Applaus erhielt der Köselchor, der an diesem Abend erstmals öffentlich auftrat und mit neuem Text auf alter Melodie deutlich machte: „Kösel, you can it“.

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige