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FAZ: Musikkonzerne strecken die Waffen: Wie der Kopierschutz bei Apple fiel

Jetzt scheinen die Musikkonzerne endgültig die Waffen zu strecken: Nicht nur, dass über Amazon oder den französischen Anbieter Fnac die CDs seit Monaten verramscht werden – die großen Firmen haben sich mit Apple darauf geeinigt, nun eine wirklich heilige Kuh zu schlachten: Der Kopierschutz fällt, und zwar von sofort an.

Das bedeutet, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in ihrem Bericht weiter, dass Musik über den von Apple vertriebenen Apparat iTunes beliebig oft heruntergeladen werden kann. Man braucht zum Hören auch keinen Apple-iPod-Spieler mehr. Es wird aber, statt der bisher einheitlichen 99 Cent pro Lied, ein flexibles Preissystem geben, so dass begehrte Titel künftig wohl bis zu 1,29 Euro kosten, die uninteressanten dagegen verschleudert werden.

Dank der marktbeherrschenden Stellung der vier großen Konzerne Universal, Sony/BMG, Warner, EMI können jetzt also rund achtzig Prozent aller verfügbaren Titel heruntergeladen werden; die Plattenfirmen sehen einem noch einmal ganz erheblichen Anstieg offen ins Auge.

Mit dieser in der Tat überraschenden Einigung ist wohl auch die sogenannte Flatrate, die unter anderem von dem einflussreichen Musikproduzenten Rick Rubin ins Spiel gebracht wurde, vom Tisch, die vorgesehen hätte, dass die Hörer gegen eine monatliche Gebühr von zehn bis zwanzig Euro so viel Musik aus dem Netz ziehen können, wie sie wollen.

Welche Auswirkungen das auf das Urheberrecht hat, ist noch nicht abzusehen.

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