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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und ein Weltatlas der Lust

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Nicht viel heute hier: Frank Ufen rezensiert Mark Buchanans Warum die Reichen immer reicher werden und Ihr Nachbar so aussieht wie Sie (Campus). Und Eva Behrendt freut sich, dass die Premiere zum neuen Kehlmann-Roman Ruhm (Rowohlt) ganz ohne Glamour auskam.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Hans-Peter Riese über Marianna Butenschöns Ein Zaubertempel für die Musen. Die Ermitage in St. Petersburg (Böhlau).

Max Goldt geht fremd – nämlich bei Landt-Verlag. Dort hat er Atlas van de nieuwe Nederlandse vleermuizen herausgebracht – Andreas Platthaus hat sich königlich über den bibliophilen Band amüsiert.

Annotationen
Lucian Hölscher Das Jenseits (Wallstein), Die Simpsons und die Philosophie (Piper) und Karin Hummel Gute Nacht, Liebster (Lübbe).

Reinhard Pabst schreibt über „Rilke, der Panther und der Spatzenflüsterer“ – in den Werken Rilkes finde der Detektiv viel mehr Spuren der Pariser Realität. als bisher angenommen.

Die Welt

Ein Weltaltlas der Lust: „Sie wollen Sex, und sie sind wütend“: Thomas Lindemann über junge Autorinnen aus aller Welt, die ein freizügiges Frauenbild in der Literatur etabliert haben. Damit glaubt er, das Geheimnis der neuen Erotik-Welle in der Literatur entdeckt zu haben.

Auf der gleichen Seite rezensiert Jenni Roth Rebecca Martins Frühling und so (Schwarzkopf & Schwarzkopf): „eine verkehrsberuhigte Zone ist ihr Buch auch nicht gerade“.

Historiker laufen Sturm gegen den dummen Versuch des Bayerischen Finanzministeriums, das Zeitungszeugen-Projekt aus „Urheberrechtsgründen“ zu verbieten [mehr…]. Jetzt gibt es Anträge an Ministerpräsident Seehofer, seine merkwürdig motivierten Beamten zurückzupfeifen. Freilich: Die Blamage bleibt.

Süddeutsche Zeitung

Knatsch hinter den Kulissen der VG Wort. Da geht es um Kopiervergütungen, nur ist die Frage: Kriegt wirklich jeder, was ihm zusteht? Die Autoren, also die Urheber, kommen mal wieder nicht doll weg dabei – und nun will Urheberrechtler Martin Vogel die Verwertungsgesellschaft verklagen. Ilja Braun berichtet über den Stand der Dinge.

Stephan Opitz über Dag Solstads Armand V. Fußnoten zu einem unausgegrabenen Roman (Dörlemann).

Christoph Schröder hat sich den neuen Stewart O’Nan Alle, alle lieben dich (Rowohlt) angesehen.

Florian Kessler über Zora del Buonos Canitz’ Verlangen (marebuch).

Zwei ganz unterschiedliche „Tierbücher“: Henry Glass Weltquell des gelebten Wahnsinns (Kein & Aber) und Ich, das Tier (Herausgeber Jessica Ulrich, Friedrich Weltzien und Heike Reimer Verlag).

Neue Zürcher Zeitung

„Idyll-Apokalypse mit Klavier“: Artur Becker gelinge in seinem Roman Wodka und Messer großes Kino, meint Beatrix Langner über das Buch aus dem Weissbooks-Verlag.

„Die beste Hausordnung“, so komme einem Peter Blickles Buch über das lange währende Alte Europa, das unter dem Titel bei C. H. Beck erschien. „Das Normative der Quellen prägt Peter Blickles Modell. Sein Haus ist ein ideales, die geltende Hausordnung die beste. Sie wird befolgt sowohl vom rechtschaffen frommen Hausvater als auch von der das Federvieh betreuenden Hausmutter.“, kritisiert Urs Hafner.

Unter „Der «All-Eine» Pinselstrich“ geht es um Shitao Aufgezeichnete Worte des Mönchs Bittermelone zur Malerei, das Marc Nürnberger aus dem Chinesischen übersetzt und kommentiert hat. Abgedruckt sind 20 Bilder des Meisters, ausgewählt und erläutert von Helmut Brinker. Das Buch aus der Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung gibt einen Einblick in die hohe Kunst der chinesischen Malerei des 17. Jahrhunderts.

Unter „Ökumenische Selbstaufklärung“ geht es um die Theologische Realenzyklopädie, die Walter de Gruyter abgeschlossen und letztes Jahr in einer Studienausgabe vorgelegt hat.

Annotiert wird unter “Pechvogel-Parcours“ Willy Vlautins Roman Motel Life aus dem Berlin-Verlag.

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