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„Leipzig liest“ mit 1.900 Veranstaltungen, 1.500 Autoren und rund 300 Spielstätten

Seit 18 Jahren ist die Leipziger Buchmesse mit „Leipzig liest“, dem größten Literaturfestival Europas, untrennbar verbunden.

Seither ist es ein Gemeinschaftsprojekt der Leipziger Messe, der Stadt Leipzig, des Börsenvereins, des Mitteldeutschen Rundfunks, des CLUB Bertelsmann, des Kuratoriums Haus des Buches e. V. und der an der Messe beteiligten Verlage.

Über 1.900 Veranstaltungen mit rund 1.500 Autoren stehen im Messe-Programm. „Das Programm von ,Leipzig liest’ zeichnet sich auch in diesem Jahr durch große Vielfalt aus“, sagt Buchmesse-Direktor Oliver Zille. „Die Buchbranche begegnet der Krise mit Optimismus und Kreativität“, so Zille weiter.

Der Bücherfrühling bietet die mit Spannung erwarteten neuen Romane nationaler und internationaler Stars, interessante Belletristik-Debüts und zahlreiche Sachbücher. So kommen unter anderem Julia Franck, Wilhelm Genazino, Günter Grass, Alexa Hennig von Lange, Wladimir Kaminer, Daniel Kehlmann, Mirjam Pressler, Benjamin Lebert und Juli Zeh nach Leipzig.

Außerdem können sich die Messebesucher auf Klaus Rainer Bednarz, Rainer Calmund, Marietta Slomka, Peter Sodann, Georg Stefan Troller und Wolfgang Leonhard freuen. Auch zahlreiche Politiker wie Frank Bsirske, Wolfgang Clement, Roman Herzog, Reinhard Höppner, Franz Müntefering, Gesine Schwan, Frank-Walter Steinmeier, Peter Struck, Wolfgang Tiefensee, Stanislaw Tillich, Brigitte Zypries und Wolfgang Thierse besuchen die Buchmesse.

Zu den internationalen Autoren zählen beispielsweise: T. C. Boyle, Péter Esterházy, György Konrád, Geert Mak, Kiran Nagarkar, Olga Tokarczuk, David Lodge, John Griesemer, Petros Markaris und Jonathan Stroud.

Zudem haben viele Sänger und Schauspieler ihr Kommen angekündigt – unter anderem Bela B., Herbert Grönemeyer, Marianne Rosenberg, Konstantin Wecker, Christian Brückner, Jutta Hoffmann, Dieter Mann, Ulrich Noethen, Wolf Biermann, Blixa Bargeld und Jasmin Tabatabai.

Die Schwerpunkte der Leipziger Buchmesse – Hörbuch, die Literaturen aus Mittel- und Osteuropa, Kinder-Jugend-Bildung und die junge deutsche Literatur – wurden in diesem Jahr weiter ausgebaut.

Seit dem Jahr 2000 widmet sich die Leipziger Buchmesse dem Segment Hörbuch. In dieser Zeit etablierte sich das einstige „Nebenprodukt“ im Massenmarkt, bildeten die Hörbücher einen stetig steigenden Umsatzfaktor im Portfolio von Buchverlagen. In diesem Jahr zeigen mehr als 100 Labels und Verlage ihre neuesten Produkte rund um das Thema Audiobook.

100 Veranstaltungen stehen im Programm. Damit gilt die Leipziger Buchmesse als wichtigster Branchen-Treffpunkt für die nationalen Hörbuchverlage. „Wir freuen uns, dass wir zur kommenden Buchmesse erneut alle ARD-Hörfunkanstalten begrüßen dürfen. Zudem werden die erfolgreiche Reihe ,Leipzig hört’ in der Alten Handelsbörse – organisiert vom Mitteldeutschen Rundfunk und dem FOCUS – und die ARD-Radionacht der Hörbücher am 13. März von 20.05 bis 24 Uhr fortgeführt“, sagte Oliver Zille. „Zusätzlich erweitern wir unseren Hörbuch-Schwerpunkt um zahlreiche neue Projekte wie eine große Hörbuch-Ebay-Auktion. Außerdem findet zum ersten Mal für Branchenvertreter LEO – die Deutsche Hörbuchnacht statt.“

Traditionell sind die Literaturen der mittel- und osteuropäischen Länder ein weiterer wichtiger Schwerpunkt. Nach dem überaus gelungenen Messeauftritt von Kroatien im vergangenen Jahr präsentieren sich in diesem Jahr erstmals Mazedonien und Bosnien mit ihrer Literatur auf der Leipziger Buchmesse.

Seit letztem Jahr ist bei der Vermittlung der Literaturen aus Südosteuropa die Robert Bosch Stiftung ein unverzichtbarer Partner. Sechs Autoren – unter anderem aus Albanien, Mazedonien und Montenegro – wurden eingeladen, einen Einblick in die Literatur ihrer Länder zu geben. Höhepunkt der Reihe „Literatur aus Südosteuropa“ ist die große BALKAN-NACHT am Messefreitag ab 20.15 Uhr im Cineding – unter anderem mit Jovan Nikolaidis, Arian Leka, Nikola Madžirov, Ana Ristovic und Richard Swartz.

Die internationale Reihe „Kleine Sprachen – große Literaturen“, 2003 von fünf Berliner Kulturinstituten ins Leben gerufen, wird ebenfalls fortgeführt. Die 16 teilnehmenden Länder Estland, Griechenland, Kroatien, Bulgarien, Litauen, Luxemburg, Malta, Polen, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern präsentieren im „Forum Kleine Sprachen“ einen Querschnitt ihrer zeitgenössischen Literatur.

Im Rahmen des „Autorenspecials“, das die Buchmesse traditionell mit dem Literarischen Colloquium Berlin organisiert, sprechen zu dem Thema „1989 – 2009. Wohin treibt Europa?“ Schriftsteller wie György Konrád, Geert Mak oder Feridun Zaimoglu über ihre ganz persönlichen europäischen Befürchtungen und Visionen zum Fall des Eisernen Vorhangs. Das „Autorenspezial“ wird zur Messe 2009 wieder vom Auswärtigen Amt unterstützt.

„Leipzig liest“ bietet aber nicht nur ein Füllhorn an Stars, sondern ist Forum für die wichtigsten Nachwuchstalente im deutschsprachigen Raum. Junge Autoren und Verlage, die heute noch als Geheimtipp gelten, werden in wenigen Jahren den Literaturbetrieb mitprägen. Zur Leipziger Buchmesse können Sie ihnen schon heute hautnah begegnen.

Zum vierten Mal präsentieren sich 25 Independent Verlage auf einer eigenen „Leseinsel junger Verlage“: darunter der Verbrecher Verlag, Voland & Quist, Onkel & Onkel, Lilienfeld, °Luftschacht und Blumenbar. Am Freitagabend bitten die „Jungen Wilden” zur Party in die historische Schalterhalle der alten Hauptpost.

Mehr als 50 junge deutschsprachige Autorinnen und Autoren machen die Lange Leipziger Lesenacht – kurz L3 – zum Forum für junge Schriftsteller und neue deutsche Literatur auf der Leipziger Buchmesse. Gelesen wird in Parallelveranstaltungen ab 19.00 Uhr auf allen Bühnen der Moritzbastei bis in die Morgenstunden.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Veranstaltungen, in denen sich junge Literaten – oft zum ersten Mal – der Öffentlichkeit vorstellen. Unter anderem steigt am Messesamstag ab 20.00 Uhr die „Releaseparty der Tippgemeinschaft 2009“ mit Benjamin Lauterbach, Hannes Becker, Judith Keller, Anna-Elisabeth Mayer, Kerstin Preiwuß, Eva Roman und Andreas Stichmann im Deutschen Literaturinstitut.

Lektoren und Talent-Scouts der Verlage sollten sich den Termin der „Prosa Prognosen“ am Messefreitag (14.30 Uhr im Glashallenforum) dick im Kalender anstreichen. Zum vierten Mal wird die „Autorenwerkstatt Prosa” des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) ihre Stipendiaten auf der Leipziger Buchmesse der Öffentlichkeit vorstellen.

„Leipzig liest wäre ohne das Engagement der unzähligen Partner nicht denkbar. Es gibt zahlreiche Orte, die uns schon seit 18 Jahren begleiten“, sagt Oliver Zille.

An mehr als 300 Spielstätten in der Stadt wird gelesen, diskutiert, zugehört oder einfach nur still genossen. Die Bandbreite der Orte reicht dabei von A wie Anker und B wie Baumwollspinnerei über M wie Mona Lisa, N wie nato und S wie Stadtbad bis Z wie Zoo. (Eine Auswahl von Porträts der Spielstätten sind unter www.leipzig-liest.de zu finden).

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