Das Sylter Heimatmuseum in Keitum platzte aus allen Nähten, als sich am Montag Abend 120 Menschen einfanden, um sich daran zu erfreuen, dass die Gedichte ihres Sylters Boy Lornsen erstmals in gesammelter Form im Boje Verlag erschienen sind. „Der Tintenfisch Paul Oktopus“ wurde illustriert Lornsens altem (aber jüngeren) Freund Manfred Schlüter.

Der Büchertisch der Buchhandlung Schwarz war ausverkauft. Boje-Verlagsleiter Ulrich Störiko-Blume stellte Lornsen als einen Autor vor, der nur scheinbar Tiergedichte geschrieben hat, vielmehr handeln sie in einem umfassenden Sinn von Gott und der Welt – und damit von den agierenden Menschen. Sie bringen die Antagonismen dieser Welt auf den Punkt – jedoch mit fantasie und Humor. Das eine hilft die Welt zu verstehen, das andere sie zu ertragen.
Boje legt damit den vierten Band seiner Reihe „Gedichte für neugierige Kinder“ vor, die „Ausgrabungen“ wie Neuerscheinungen bringt, um die Idee zu realisieren, Kinder schon früh mit gestalteter Sprache zusammenzubringen. Besonders schön ist es, wenn ein Dichter wie Boy Lornsen fest (und wie man 13 Jahre nach seinem Tod feststellen kann: dauerhaft) in seiner Heimat verwurzelt ist und zugleich überall verstanden wird.







