Home > Umgeblättert > Bücher und Autoren heute in den Feuilletons

Bücher und Autoren heute in den Feuilletons

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Maike Albath findet, dass Sibylle Lewitscharoffs bulgarisches Roadmovie Apostoloff (Suhrkamp) es in sich habe: die Autorin erzähle die „absurdesten Dinge mit schwäbischem Unterton“.

Der Carus-Verlag in Stuttgart erhält den 2.500 € dotierten Telemann-Preis, und der Gutenbergpreis der Stadt Leipzig geht in diesem Jahr an den Typographen Uwe Loesch.

Keine Hilfe für Verlage: Der Vorstandsvorsitzende des Axel Springer AG, Mathias Döpfner, hat sich energisch gegen eine staatliche Unterstützung notleidender Verlage ausgesprochen: „Selbst ein bankrottes Medienunternehmen ist besser als ein staatlich finanziertes und gelenktes.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Neue Wirtschaftsbücher
Markt und Moral – Autor Franz Kromka hat die Vordenker der sozialen Marktwirtschaft neu gelesen (Lichtschlag Buchverlag)

Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt: Wuppertaler Forscher werben in diesem Fischer-Buch für den ökologischen Lebensstil.

Wie verhindern wir den nächsten Crash? Ein Antwort darauf versucht Rainer Hank in Der amerikanische Virus (Blessing).

Feuilleton
Hannes Hintermeier rezensiert Bunker von Andrea Maria Schenkel (Edition Nautilus): Sehr glücklich scheint er nicht mit dem Buch: „Andrea Maria Schenkel bleibt ganz eng bei ihrem Leisten, und der ist vor allem sprachlich ein ausgetretener Hausschuh.“

Briefwechsel 1931-1968 zwischen Werner Kraft und Wilhelm Lehmann] (Wallstein) – Hans Martin Gauger rezensiert.

Annotationen
Joseph Sheridan Le Fanu Der schwarze Vorhang (Achilla Presse) und Blixa Bargeld |Europa kreuzweise (Residenz).

Unter Personalien der Woche auch Günter Kunert, der am 6. März seinen 80. Geburtstag feiert.

Die Welt

Stewart O‘Nan wird zum Thema „Auto“ befragt und konstatiert keineswegs überraschend einen Zusammenhang zwischen amerikanischem Selbstverständnis, Freiheitsgefühl und PS-starken Autos.

Hendrik Werner stellt die Rückkehr der Vampire in der Literatur rechtzeitig zur Finanzkrise fest; denn der Vampir ist „die Allegorie der Weltwirtschaftskrise“. Während er Stephenie Meyers Bis(s) zum Ende der Nacht für eine „träge Erotik-Petitesse“ hält, scheint ihm Viktor Pelewins Vampir-Roman Das fünfte Imperium eine lohnendere und zeitgemäßere Lektüre als „Gleichnis einer aus den Fugen geratenen Finanzwelt.“

Süddeutsche Zeitung

Magnus Mills Roman Die Entdecker des Jahrhunderts handelt von zwei konkurrierenden Expeditionsteams, die auf der Suche nach dem „Äußersten Erreichbaren Punkt“ sind. Jutta Person findet, „Mills reihe sich in die Tradition der fiktiven Reiseberichte ein, die viel mehr über den Forscher aussagen als über den Erforschten. Seine Männer seien Maultier-Exorzisten und Ritter von trauriger Gestalt, und das mache den Roman so komisch und abgründig zugleich“. Erschienen ist er bei Suhrkamp.

Wolfgang Grünberg und Alexander Höner haben ein Buch über die Backsteingotik von Kiel bis Kaliningrad herausgegeben. Wie roter Backstein, erschienen bei Dölling & Galitz, versammelt Texte sehr unterschiedlicher Autoren und ist reich bebildert. Johann Hinrich Claussen hat sich den Band angesehen: „ … erinnert es weniger an Forschungsberichte als an anspruchsvolle Reiseführer.“

Matthias Zschokke erzählt in Auf Reisen davon, wie er um die Welt kam. Das Buch versammelt Reiseartikel, die zwischen 1999 und 2005 im Reiseblatt des Zürcher Tages-Anzeiger erschienen sind. Meike Fessmann hat die bei Ammann erschienene ‚Entdeckungsreise’ gelesen: „Wenn er aber ins Erzählen kommt, werden nicht nur Städte und Landschaften kenntlich, man erfährt auch viel über das Innenleben eines äußerst skrupulösen Reisenden. Das ist bisweilen komisch, oft traurig, aber auch liebenswert und wahrhaftig.“

Hans Jürgen Balmes, Jörg Bong, Alexander Roesler und Oliver Vogel haben die Neue Rundschau (Jahrgang 119, Heft 4/2008, bei S.Fischer) herausgebracht, die sich diesmal dem Thema Film und Erzählen widmet. Christoph Haas rezensiert und fragt: „Ist der Film als visuelle Kunst ein bei uns immer noch unverstandenes Medium? Das Heft der Neuen Rundschau eröffnet interessante Perspektiven, gibt aber auch Anlass, diese alte Frage zu stellen.“

Weitere Rezensionen zum politische Buch:

Der Historiker Detlef Bald beschreibt in seinem Buch Politik der Verantwortung. Das Beispiel Helmut Schmidt (Aufbau) die aberwitzigen nuklearen Pläne der Bundeswehr in den 60er Jahren. Wigbert Benz rezensiert.

Ludger Heid hat sich Bücher zum Thema Frauen als Täterinnen im NS-Regime angesehen. Kathrin Kompisch beschreibt in ihrem Buch Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus (Böhlau Verlag), „wie sie tatsächlich waren“.
Marita Krauss (Hrsg.) und weitere elf Autorinnen gehen in dem Sammelband Sie waren dabei (Wallstein) der Frage nach, was diese Frauen, die im KZ töteten und folterten, von anderen Frauen unterschied.

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige

Was bleibt von Romance?

Ein feministisches Plädoyer für das unterschätzteste Genre der Welt. Und eine Antwort. Von Sarah Lippasson, Mitgründerin der Veranstaltungsagentur Buchevents. „Es ist schon wieder passiert“, schreibt meine Kollegin Caro mir Ende

weiterlesen