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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und überall das Kölner Stadtarchiv als Aufmacher

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Überall als Aufmacher heute natürlich der Einsturz des Kölner Stadtarchiv [mehr…] – und, wie wir inzwischen hören, weist die Stadt Köln alle Vorwürfe von sich.

Frankfurter Rundschau

„Autopsie Schiller“ – in Marbach gibt es einen schönen Fall von Auraforschung: Friedrich Schiller und seine Fans [mehr…]… Natürlich gibt es auch ein Marbacher Magazin dazu.

Mehr heute nicht.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Auch hier – Schiller in Marbach.

Sabine Brandt rezensiert Simone Barcks und Siegfried LokatisZensurspiele (mdv) – ein Sammelband, der an zahlreichen Fällen aufzeigt, wie die Stasi ins literarische Geschehen der DDR eingriff.

Eckart von Hirschhausen Glück kommt selten allein… (Rowohlt): Jörg Thomann findet, der „nach eigenem Bekunden lustigste Arzt Deutschlands“ trete neuerdings als „ratgebender Glücksbringer“ auf. Ein feinsinniger Verriss.

Annotationen
Rolf Reber Gut so! Kleine Psychologie der Tugend (C.H. Beck) und Georg Philipp Harsdörfer Kunstverständiger Discurs, von der edlen Mahlerey (Manutius).

Süddeutsche Zeitung

Burkhard Müller rezensiert Bunkervon Andrea Maria Schenkel (Edition Nautilus).

Jeanne Rubner hat sich Pascale HuguesMarthe und Mathilde (Rowohlt) angesehen.

Die Welt

Der Umzug Suhrkamps nach Berlin lässt den Kulturtheoretiker Hans-Jürgen Heinrichs eine „Banalisierung“ und „Enterotisierung“ der Unseld-Villa in der Klettenbergstraße in Frankfurt befürchten.

Außerdem kündigt Die Welt die Ausstrahlung von Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben am 15. April in der ARD an. Dem Film dürfte, obwohl er nicht dick auftrage, ein „Betroffenheitsschock“ gelingen, perpetuiere den „Mythos MRR“, halte sich aber weder durchgängig an die Vorlage noch an andere Quellen, erläutert Gerhard Gnauck.

Neue Zürcher Zeitung

Heute bestreitet die NZZ ihr Blatt fast ausschließlich mit Literatur hat man den Eindruck. Das Wirtschaftsressort hat sich die ökonomische Literatur vorgeknöpft, außerdem gibt es eine Kinderbuchseite und dazu Rezensionen aus der Abteilung Romane und Sachbücher.

Ökonomische Literatur:

„Hochsteuerländer unter wachsendem Druck“, darum geht es in dem Buch Global Tax Revolution – the rise of tax competition and the battle to defend it aus dem Cato Institute in Washington, das die Ökonomen Chris Edwards und Daniel J. Mitchell herausgegeben haben, darin geht es um den Steuerwettbewerb der Länder, der das Kapital anzieht.

„Rückbesinnung auf die Grundregeln der Geldanlage“, ist das Thema in John Kay: The long and the short of it – finance and investment for normally intelligent people who are not in the industry, Erasmus Press.

Annotiert wird unter
> „Eine ‚grüne’ Vision für Amerika“: Thomas Friedman: Was zu tun ist – Eine Agenda für das 21. Jahrhundert. Suhrkamp
> „Folgen der Ungleichheit in China“: Inequality and Growth in Modern China, Oxford University Press

Kinderbuchempfehlungen sind diese:

„Nachbeben eines Terroranschlags“, das beschreibt ein „vielseitiger Roman“ der israelischen Autorin Tamar Verete-Zehavi. Der Titel: Aftershock. Die Geschichte von Jerus und Nadira im CBT-Verlag

„Bis zum letzten Blutstropfen“, überschreibt Sieglinde Geisel eine kritische Auseinandersetzung mit den den Bestseller von Stephenie Meyer Bis(s) zum Ende der Nacht im Carlsen-Verlag. „Die Zauberer seien von den Vampiren abgelöst worden, heisst es bisweilen, doch das Einzige, was Stephenie Meyers gänzlich ironiefreie Biss-Romane mit Harry Potter gemeinsam haben, ist der Verlag. Für Erwachsene ist diesmal nichts dabei. Und dem Zielpublikum kann man nur wünschen, dass es sich die körper- und lebensfeindliche Puppenmoral nicht zu eigen mache.“

Eine „Bilderbuchfamilie in Not“ findet sich in dem Roman über Scheidung und Pubertät von Karen McCombie: Das verrückteste Mädchen der Welt und die ganze Wahrheit über Luftschokolade (Ravensburger-Buchverlag).

„Die Leere im Garten Eden“, darum geht es in Martin Karaus (Text) und Katja Wehners (Illustration): Der Panther im Paradies aus dem Aufbau-Verlag.

Und dann gibt es noch jede Menge Kurztipps:
> Gianluca Folì (Text) und Davide Calì (Illustration): Der Bär mit dem Schwert. Atlantis-Verlag
> Christoph Simon: Häsin Mels und Hase Fitz und der Teichgruselgolz. Mit Illustrationen von Tobias Sturm, Kyrene-Verlag
> Michael Stavarič (Text) und Renate Habinger (Illustration): Mein Bienen- und Blümchenbuch. Oder Ameisen haben vom Blütenbestäuben wirklich keine Ahnung. Residenz-Verlag

Dazu gibt es Besprechungen von Romanen und Sachbüchern:

„Erinnern ohne Sprache und Heimat“: Andrea Lüthi ist begeistert von Anja Tuckermanns „dokumentarischen Roman“ Mano. Der Junge, der nicht wusste, wo er war, Hanser. „Sie schmückt rührende Momente nicht unnötig aus, und gerade darin zeigt sich ihr Respekt gegenüber Mano und den Personen, die seine Geschichte miterlebt haben.“

„Der Vater aller Dinge“: Dem geht Jörn Leonhard in Bellizismus und Nation. Kriegsdeutung und Nationsbestimmung in Europa und den Vereinigten Staaten 1750–1914 im Oldenbourg-Verlag nach und beschreibt das Verhältnis von Krieg und Nation.

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