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Heute: Soll ich als Buchhändler bei dem E-Book-Hype mitmachen?

Der Start der E-Book-Plattformen [Libri und Libreka sowie der Erstverkaufstag des Sony Readers stehen unmittelbar bevor. Im BUCHMARKT-Märzheft haben wir die wichtigsten Fragen schon beantwortet (Hier zum Heft), doch es gibt immer noch Info-Lücken. Deshalb täglich hier in den kommenden zwei Wochen Ralf Alkenbrechers E-Book-Ratgeber für Sortimenter. Heute:]

Soll ich als Buchhändler bei dem E-Book-Hype mitmachen?

Ja, ja und noch einmal ja.

Die Buchbranche bekommt ab Mitte März den Reader einer bekannten Elektronikmarke exklusiv. Zwei Verbreitungsplattformen, die über einen namhaften Titelfundus verfügen und den Buchhandel in ihre Absatzstrategie einbezogen haben, werden an den Start gehen und die Öffentlichkeit ist durch die Berichterstattung der letzten Monate und sicherlich auch zur erneuten Berichterstattung während der Leipziger Buchmesse hoch sensibilisiert.
Der Buchhandel hat die einmalige Chance ein für breite Kreise neues Medium (E-Book) für sich zu besetzen und sich als moderner Medienhändler zu präsentieren. (Neben den 230 Thalia-Filialen wird der Reader von Sony ab dem 11. März 2009 deutschlandweit auch in mehr als 200 weiteren Buchhandlungen angeboten – etwa in 17 Filialen der Mayerschen Buchhandlung, aber auch von unabhängigen Buchhandlungen wie Lehmkuhl in München oder Heymann in Hamburg [mehr…].

Der erwartete, in den USA marktbeherrschende Mitwettbewerber Amazon kann sein Gerät in den nächsten Monaten nicht in Deutschland platzieren. Somit ein Vorsprung, den der Buchhandel nutzen sollte.

Heute haben Navigationsgeräte, die ausschließlich in Elektronikmärkten verkauft werden, das Autokartengeschäft völlig in die Mediamärkte dieser Welt verlagert. Möchten Sie das elektronische Buchausgaben ein ähnliches Schicksal erleiden?

Also, auch wenn Sie sich in ein neues Medium einarbeiten müssen, Sie den Eindruck haben, dass die angebotenen Konditionen für Sie kein großes Geschäft erwarten lassen, müssen Sie mitmachen, um neuen sowie Ihren bisherigen Kunden zu signalisieren, neue Medien findet man im Buchhandel und in Ihrer Buchhandlung. Immerhin wollen angeblich 2 Mio. Deutsche in diesem Jahr ein E-Book kaufen, wie eine Umfrage ergeben hat [mehr…].

Wie formulierte es ein Kollege von Ihnen: Die Einarbeitung in das Thema „E-Book“ ist für mich Aus- und Weiterbildung, mein finanzielles Engagement buche ich zu 50% unter Werbekosten, aber als gut angelegte Werbung ab.

Noch Fragen? Mailen Sie an alkenbrecher@alkenbrecher.com. Ralf Alkenbrecher betreibt in München die Verlagsberatung@Digitale Medien.

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