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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und DER SPIEGEL entdeckt ein spanisches Buch über Federico García Lorca

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Großes Interview mit Wilhelm von Sternburg über seine frühen Jahre und die der BRD. Das Gespräch führte Arno Widmann.

Renate Wiggershaus rezensiert den neuen Lars Gustafsson Frau Sorgedahls schöne weiße Arme (Hanser).

„Wie der Regisseur zum Dichter wurde“: Hellmut Flashars Inszenierung der Antike. Das griechische Drama auf der Bühne der Neuzeit (Beck) ist eine Standardwerk der Theatergeschichte, meint Peter Michalzik.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Neue Wirtschaftsbücher
Jürgen Schwarze gibt (aktualisierte) Einblicke ins EU-Recht: EU-Kommentar (2. Auflage Nomos).

„Das Wichtigste über Stiftungen“: Michael Göring hat den Ratgeber Unternehmen Stiftung. Stiften mit Herz und Verstand (Hanser) verfasst.

Dietmar Daths Roman Waffenwetter (Suhrkamp) ist in Mannheim auf die Bühne gekommen. Können wir uns für die erste Hälfte des Buches gut vorstellen.

„Argentinische Todesfuge“: Florian Borchmeyer rezensiert Martin Kohan Zweimal Juni (Suhrkamp).

Friederike Reents verreißt Michael Stavarics Böse Spiele (Beck): „Stavarics Spiele sind dagegen zum Verzweifeln überambitioniert.“

Annotationen
Karin Reschke Kalter Hund (weissbooks.w) und Matthias Politycki Die Sekunden danach (HoCa).

Die Welt

In Chemnitz ist eine Internationale Stefan Heym-Gesellschaft.

Und im Mai kommt die Verfilmung von Dan Browns Illuminati in die Kinos.

Süddeutsche Zeitung

Christopher Schmidt hat Christoph Schlingensiefs Buch So schön wie hier, kanns im Himmel gar nicht sein! (KiWi) über seine Krebserkrankung gelesen und findet, dieses Buch sei eine der wichtigsten Neuerscheinungen dieses Frühjahres.

Aus über 600 Briefen des Philosophen Ernst Cassirer und seiner wichtigsten Wegbegleiter hat der Herausgeber John Michael Krois ein Drittel ausgewählt und in einem Buch zusammengestellt, das im Felix Meiner Verlag erschienen ist. Dem Buch liegt eine DVD-Rom mit sämtlichen bislang aufgefundenen Briefen von und an Cassirer bei. Ralf Konersmann nennt den Band ein Glücksfall.

Den neue Roman Unverdächtig des französischen Autors Tanguy Viel, erschienen bei Wagenbach, findet Hans-Peter Kunisch schnittig, elegant und spannend geschrieben.

Weitere Rezensionen zum politische Buch:

Der unermüdliche Naturschutz-Vorkämpfer und Öko-Lobbyist Hubert Weinzierl hat seine Autobiografie geschrieben. In Zwischen Hühnerstall und Reichstag, erschienen im MZ Buchverlag, hält er eine vergleichsweise milde Rückschau.

Die in der Türkei geborene, in Paris lehrende Soziologieprofessorin Nilüfer Göle hat sich in ihrem Buch Anverwandlungen. Der Islam in Europa zwischen Kopftuchverbot und Extremismus mit den unterschiedlichen Anpassungsstrategien der Muslime an die Moderne beschäftigt. Erschienen in der neuen Reihe „Politik bei Wagenbach“.

Klemens Ludwig beschreibt in seinem Buch Wenn der Eisenvogel fliegt das tibetische Leben im Exil und lässt dabei die Exilanten selbst zu Wort kommen (Nymphenburger-Herbig).

Neue Zürcher Zeitung

Übermorgen beginnt in Genf die Internationale Messe für Buch und Presse, kündigt die NZZ an. Gastland ist die Türkei. Zahlreiche deutsch-schweizer Kleinverlage wie Bilgerverlag, Limmat, Martin Wallimann, Scheidegger und Spieß oder Waldgut zeigen einen Querschnitt durch ihr Programm. Auch der Schweizerische Buchhändler- und Verleger Verband (SBVV) ist mit einem Gemeinschaftsstand vertreten, auf dem sich größere Verlage wie Diogenes, Birkhäuser und andere präsentieren.

„Die Täter neu erfinden“: Sieglinde Geisel hat den Schriftsteller und Filmemacher Thomas Harlan in der Lungenklinik bei Berchtesgarden, wo er jetzt Dauergast ist, besucht. Zuletzt erschien der Roman Heldenfriedhof (Eichborn).

Notiert wird, dass der Philosoph Franco Volpi gestorben am 14. April ist. Außerdem hat Karen Duve den mit 7500 Euro dotierten Hubert-Fichte-Preis bekommen.

Dann spielte noch Autor und Pianist Rudolf Buchbinder gestern in Zürich Haydn, wird unter „Passagenwerk, reines Spiel“ berichtet. Von ihm ist die kürzlich die Autobiografie Da capo im Styria Verlag erschienen.

„Christ ist erstanden – auch in Rußland“: Vom Wiedererstarken der orthodoxen Kirche berichtet die Lyrikerin und Übersetzerin Olga Martynova. Sie hat die Repressionen gegen das Glaubensleben von Juden und Christen in Sowjetzeit am eigenen Leibe erlebt. hat zuletzt Brief an die Zypressen, bei der Rimbaud-Verlagsges. veröffentlicht und bei Suhrkamp zwei Übersetzungen von Oleg Jurjew (Die russische Fracht, Der neue Golem oder Der Krieg der Kinder und Greise vorgelegt.

DER SPIEGEL

In der Hausmitteilung gibt es einen Hinweis auf ein Buch des SPIEGEL-Autors und Staatsrechtlers Thomas Darnstädt Der globale Polizeistaat (SPIEGEL-Buch bei DVA).

Im Kulturteil gibt es eine Kurzrezension zu Oben ist es still von Gerbrand Bakker (Suhrkamp) unter der Überschrift „Liebe und Grausamkeit“.

Urs Jenny sinniert über den Boom der All-Age-Literatur auf den Bestsellerlisten: „Süße Flucht in die Sucht“. Erwähnt werden die üblichen Verdächtigen, also Joanne K. Rowlings Harry Potter, außerdem Stephenie Meyer, Cornelia Funke, Eoin Colfer, Christopher Paolini und J.R.R. Tolkien.

„Stimmen aus dem Dunkeln“: Hannah Petersohn hat Nachts kommen die Füchse (Suhrkamp) von Cees Nooteboom gelesen.

Und eine „Unerlaubte Leidenschaft“: Helene Zuber berichtet über ein Buch, das in Spanien mit einem Tabu breche. Der aus Irland stammende Hispanist Ian Gibson legt mit Lorca y el mundo gay („Lorca und die Homosexualität“) ein Buch vor, das die Homosexualität des großen Dichters Federico García Lorca zum Schlüssel der Interpretation seiner Werke macht. Mal sehen, ob das Buch den Sprung in ein deutschsprachiges Verlagsprogramm schafft. Klingt auf jeden Fall spannend. Und Ian Gibson wird morgen 70 – ¡felicidades!

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