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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Schnitzlers „Reigen“ dümpelt in Second Life

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Hans Magnus Enzensberger hat mit Rebus einen neuen Gedichtband (Suhrkamp) veröffentlicht: „Man kann sich prächtig amüsieren mit diesen Gedichten, in denen sich ein intellektueller Narziss über die Welt beugt und Vergeblichkeiten unserer Heils-Suche persifliert. Oder man ist peinlich berührt über so viel eitle Koketterie“, schreibt Michael Braun. Scheint ja für jeden was dabeizusein…

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Zwanzig Jahre oder Wie ich die Geschichte überstand“: Andrzej Stasiukeröffnet das Feuilleton mit der Geschichte, wie er dazumal die Wende als fernes Gerücht wahrgenommen hat.

Martin Kämpchen hat sich die bei A1 erschienene bitterböse Satire Eine Kiste explodierender Mangos von Mohammed Hanif angesehen. Liegt schon auf unserem Nachttisch parat…

Jan Volker Röhnert schreibt einen Nachruf auf den (von ihm für Luxbooks übersetzten Dichter Craig Arnolds, der tragisch verunglückt ist [mehr…].

Die Welt

Nur Mini-Buchtipps heute: Für Welche Wolke ist das? von Richard Hamblyn (Kosmos), Hubert Weitensfelder Die großen Erfinder (Marix) und Ch. P Jargodzki und F. Potter Wie man Gurken zum Glühen bringt (Reclam). Ende der Durchsage.

Süddeutsche Zeitung

Gustav Seibt über „Ouagadougou“ – halt die kleinen Länder, die unser Finanzminister immer anpflaumt.

Oh je: Simeon Blaesi inszeniert Schnitzlers Reigen in Second Life. Eigentlich vermuteten wir, dass Second Life inzwischen selig verblichen sei, aber ein bisschen scheint es noch dazusein. Adrienne Braun hat sich das „Stück“ angesehen (über ein Jahr wurde dran gearbeitet), aber ihr Urteil ist nüchtern: „Es wird noch sehr lange dauern, bis Avatare mit lebendigen Schauspielern konkurrieren könne.“ Is also nix…

Kistina Maidt-Zinke bespricht Alfred Neven DuMonts Reise zu Lena (FVA): „Sicher ist, dass die ‚Reise zu Lena’ ein aufmerksameres Lektorat verdient hätte.“

Blickfang auf der Seite: Herbarium Amoris. Das Liebesleben der Pflanzen (Taschen).

Willy Hochkeppel bespricht Wolfgang Röds („mustergültige Studie“) Der Gott der reinen Vernunft (Beck).

Gedichte von Nazim Hikmet gibt es bei Ammann: Hasretlerin Adi. Die Namen der Sehnsucht. Andreas Dorschel hat sie sich angesehen.

Annotiert wird Dieter Planck, Andreas Thiel Das Limes-Lexikon (Beck).

Krach bei Wikipedia: Autoren streiten über die Nutzungsrechte an ihren Texten. Das Urheberrecht lässt schön grüßen…

Neue Zürcher Zeitung

Richard Yates wird von Tilmann Urbach als „Chronist der amerikanischen Mittelschicht“ bezeichnet, „deren beredte Sprachlosigkeit in den Erzählräumen hängenbleibt wie schlechte Luft.“ Die DVA bringt Eine besondere Vorsehung.

„Dichtung und Wahrheit werden auf raffinierte Weise zum Kippbild“, sagt Martin Zingg von Jürg Acklins Vertrauen ist gut bei Nagel & Kimche.

Rowohlt beschert dem Leser mit John Wrayd Retter der Welt „eine Hadesreise“.

In Kürze besprochen:
Janet Malcolm: Zwei Leben. Gertrude und Alice, Suhrkamp
Wolfgang Fritz Haug: Kritik der Warenästhetik. Gefolgt von Warenästhetik im High-Tech-Kapitalismus, Suhrkamp
Fliegende Fische. Eine Soziologie des Intellektuellen in 20 Porträts, herausgegeben von Thomas Jung und Stefan Müller-Doohm, Fischer Taschenbuch
Karl-Heinz Göttert: Zeiten und Sitten. Eine Geschichte des Anstands, Reclam

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