Der April brachte mit 3,7 Prozent ein Umsatzplus in den Vertriebswegen Sortiment, Warenhaus und E-Commerce, so die jüngste Ausgabe von Branchen-Monitor Buch.
Dies ist sicherlich vor allem auf das Ostergeschäft zurückzuführen, das in diesem Jahr im April und nicht wie 2008 im März stattfand. Für Januar bis April 2009 resultiert aus dieser Entwicklung ein Umsatzplus von 0,1 Prozent. Auch im Sortiment schloss der April mit einem Plus von 3,4 Prozent positiv ab. Allerdings konnte dieses Plus nicht aus dem Umsatzminus der ersten vier Monate herausführen: Es liegt für die Monate Januar bis April im Sortiment bei minus 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Schlecht lief das Rechnungsgeschäft. Hier wurde ein Umsatzrückgang von 17,6 Prozent registriert.
Beliebtes Ostergeschenk waren Hörbücher. Diese Editionsform erzielte ein Umsatzplus von 20,9 Prozent. Aber auch Taschenbücher wurden im April 2009 stärker nachgefragt als im Vorjahreszeitraum. Dies zeigt eine Umsatzsteigerung von 10,7 Prozent. Hardcover hingegen wurden in etwa gleich viel verkauft. An der Ladenkasse wurde hier nur ein leichtes Plus von 0,2 Prozent registriert.
Eine Warengruppe kann im April mit einem besonders positiven Ergebnis aufwarten: Kinder- und Jugendbücher erzielten ein Umsatzplus von 46,5 Prozent – zum einen zurückzuführen auf Ostern und die Erfolge von Stephenie Meyer, zum anderen auch auf eine schwache Basis im vergangenen Jahr. Darüber hinaus schloss die Belletristik mit einem Umsatzplus (6,3 Prozent) ab. Auch das Sachbuch, das im März ein zweistelliges Wachstum hatte, konnte im April wieder einen Umsatzanstieg verbuchen. Das Umsatzplus beträgt in diesem Monat 4,8 Prozent. Die anderen Warengruppen beendeten den Ostermonat mit einem Minus, allen voran Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft (minus 18,4 Prozent). Zudem verschlechterte sich der Umsatz mit Büchern aus den Bereichen Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik (minus 16,6 Prozent), Ratgeber (minus 12,4 Prozent), Geisteswissenschaften, Kunst, Musik (minus 10,8 Prozent) sowie Reisen (minus 5,2 Prozent).