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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und eine OECD-Studie, die zeigt, warum wir Deutschen nichts in der Tasche haben / Und: Lillifee in der taz!

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Kein Wunder, dass die meisten Deutschen beim Einkauf zugenähte Taschen haben: eine OECD-Studie belegt, dass kein anderes Land seinen Sozialstaat so ungerecht finanziert wie wir. Ob sich Herr Steinbrück da mal drum kümmern würde, statt unsere Nachbarn dauernd anzumotzen?

Der Feuilleton-Aufmacher]: Dan Browns Illuminati-Verfilmung: „Doch Tom Hanks scheint sich von der Schauspielerei innerlich schon verabschiedet zu haben, während Ron Howard im Regiehandwerk noch nicht mal angekommen ist.“ Deutlicher geht es nicht…

„Kaum einer hat es so schwer wie ein Kinderbuchillustrator“, kommentiert Judith von Sternburg heute in der Rubrik Times mager.

Gestorben ist der Lyriker Günter Ullmann im Alter von 62 Jahren. In der DDR war er massiven Repressalien ausgesetzt. Seine Werke sind bei Geest erschienen.

dtv hat das Handbuch Daten deutscher Dichtung (siehe „Umgeblättert“ vom Wochenende [mehr…]) vom Markt genommen. Leider, so Verleger Wolfgang Balk sind die bemängelten Defizite sind zu beheben: Das wäre ein Eingriff in die Autorenrechte.

Aufgelistet werden die meistverkauften Bücher laut amazon.de: Platz 1 Schlingensief So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein (KiWi).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Ein großer Käfig voller trostloser Narren“: Das Hamburger Thalia Theater begeht die letzte Lange Nacht der Autoren mit drei Uraufführungen.

Andreas Eckert] rezensiert Ulrike SchuerkensGeschichte Afrikas (Böhlau) – die Autorin sei „auf lehrreiche Weise gescheitert“, findet Eckert.

Ein Familienroman im Stil des 19. Jahrhunderts: so wirkt Jonathan Coes Der Regen, bevor er fällt 8DVA auf Gerhard Schulz). Der Vergleich im Ian McEwan, den der Verlag in der Werbung zieht, sei durchaus unpassend, so Schulz.

Annotationen
Klaus Schlichtmann Gute Deutsche, schlechte Japaner? (ludicium Verlag) und Lappans Sprachführer für alleinreisende Frauen (Lappan).

John von Düffel hat eine originellen Radio-Tatort geschrieben. Den gibt es heute u.a. 20.30 Uhr auf BR 2.

Die Welt

„Was vom Kölner Archiv bleibt“: Berthold Seewald kommentiert und bleibt da: die Verluste sind enorm.

Cornelia Funke erhält den Kulturpreis Deutsche Sprache.

„Das Internet gefährdet die Existenz der Autoren“: Julia Franck über den Heidelberger Appell und das bedrohte Urheberrecht. Uwe Wittstock hat die Buchpreisträgerin interviewt: „Wenn das Urheberrecht in den nächsten 20 oder 30 Jahren weiter so unterlaufen wird, wie es Google jetzt begonnen hat, wird es die Literatur, so wie wir sie heute kennen, nicht mehr geben.“ Franck spricht von Googles „Informationsdiktatur“ (wenn z.B. durch Suchergebnisauswahl der User manipuliert wird und warnt: „Was Google darf, darf die Druckerei dann auch, wir sind dann global im Wilden Westen.“

Süddeutsche Zeitung

Susan Vahabzadeh hat sich die Illuminati-Verfilmung von Dan Brown angesehen. So recht begeistert klingt sie auch nicht.

Richard Holmes The Age of Wonder (Harper Press): Ein Buch über die Romantiker, die Schönheit und Schrecken der Wissenschaft entdecken.

Johannes Willms rezensiert den neuen Eric-Emmanuel Schmitt Als ich ein Kunstwerk war (Ammann) – eine Satire auf das Pathos der Prominenz.

Ein Kommentar von Gustav Seibt, warum Jan Fleischhauer [mehr…] konservativ sein will.

Ein Rückblick auf die Berliner Szene: Gerhard Seyfried Die Comics: Alle! Die Werke: Alle! (Zweitausendeins).

Neue Zürcher Zeitung

„Das Antlitz Mozarts“: Wie dies ausgesehen haben könnte, darüber macht sich Richard Bauer in Das rekonstruierte Antlitz (Verlag Ph. C. W. Schmidt) Gedanken und gibt ein Plädoyer für die eher unbekannte Büste des Zürcher Bildhauers Heinrich Keller ab.

Viktor Jerofejew besichtigt in Russische Apokalypse. Essays die russische Gegenwartskultur, Berlin-Verlag und kennt die „Rezepte für andere“, so der Titel.

Unter „Des Widerspenstigen Fügung“ nimmt Manfred Koch zwei neue Hölderlin-Studien unter die Lupe:
> Marion Hiller: Harmonisch entgegengesetzt. Zur Darstellung und Darstellbarkeit in Hölderlins Poetik um 1800, Niemeyer-Verlag
> Boris Previsic: Hölderlins Rhythmus, Ein Handbuch, Stroemfeld-Verlag

„Herrscher, Mythen und Atlanten“: Der Neue Pauly habe interessante Supplemente zu bieten, so Hans-Albrecht Koch
Der Neue Pauly. Supplemente.
> Walter Eder, Johannes Renger (Hrsg.): Herrscherchronologien der antiken Welt. Namen, Daten, Dynastien,
> Manfred Landfester (Hrsg.): Geschichte der antiken Texte
> Anne-Maria Wittke, Eckart Olshausen, Richard Szydlak: Historischer Atlas der antiken Welt
> Maria Moog-Grünewald (Hrsg.): Mythenrezeption. Die antike Mythologie in Literatur, Musik und Kunst von den Anfängen bis zur Gegenwart,
alle J. B. Metzler

„Mit Mann und Maus“. Carsten Jensen nimmt mit seinem Seefahrer-Roman Wir Ertrunkenen (Knaus-Verlag) die sieben Weltmeere unter den Bug, so Judith Leister.

die tageszeitung

Wer hätte das gedacht: Die taz untersucht auf einer ganzen Seite das Phänomen „Lillifee“. Philipp Gessler hat sich auf die Spuren des Erfolgscharacters von Coppenrath begeben. Er hat Monika Finsterbusch besucht, war im Münsteraner Verlagshaus und hat Wolfgang Foerster befragt, ist dann noch ins Münsteraner Kinderkaufhaus MuKK eingekehrt und hat einen Abstecher zum Landhotel Beverland in Ostbevern gemacht (dort buchen laut Hotel-Leiter Dirk Boll auch „gestandene Frauen“ das Lillifee-Zimmer). Des weiteren kommt ein Professor für „Pädagogische und Entwicklungspsychologie“ zu Wort, und im Kino war Gessler auch.

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