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„Hausaufgaben gemacht“: buch.de wuchs 2008 um acht Prozent

Auf der heutigen Hauptversammlung der buch.de internetstores AG in Münster legte der Vorstand des Online-Buch- und Medienhändlers Rechenschaft über „ein ereignisreiches Jahr 2008“ (so Vorstandssprecher Albert Hirsch (Foto)), ab.

Vor rund 130 anwesenden Aktionären erinnerte Hirsch an das zehnjährige Jubiläum des E-Commerce-Unternehmens und betonte, dass 2008 trotz der unvorhergesehenen Insolvenz des Hauptmedienlieferanten TMI kurz vor dem Weihnachtsgeschäft ein gutes Jahr war. Durch die rasche Anbindung eines neuen Großhändlers für Musik, Filme und Software, der Firma MFP aus Oelde, habe man den Ausfall gut gemeistert.

Albert Hirsch:
„Gutes Jahr trotz TMI-Insolvenz“

Darüber hinaus, so Hirsch, habe der Vorstand seine „Hausaufgaben“ aus dem Jahr 2007 erledigt. Er nannte unter anderem die Steigerung der für ein Handelsunternehmen so wichtigen Rohertragsmarge, die Reduktion der Zahlungsausfälle und die Einbindung der Zusatzsortimente Elektronik- und Büroartikel.

Durch die Einrichtung eines neuen Rechenzentrums habe buch.de außerdem die Leistungsfähigkeit der Online-Shops gesteigert. Zudem seien durch ein zukunftsweisendes Data-Warehouse-Konzept die Weichen für die Wettbewerbsfähigkeit des Internethändlers in den nächsten Jahren gestellt worden.

Der buch.de-Konzern, inklusive der Schweizer Tochtergesellschaft buch.ch AG, erreichte im konjunkturell schwierigen Umfeld des Jahres 2008 ein Wachstum von 8 Prozent. Er schloss das Jahr mit einem Umsatz in Höhe von 70 Millionen Euro (2007: 65 Millionen Euro) und einem Vorsteuerergebnis von 1,4 Millionen Euro (2007: 1,5 Millionen Euro) ab.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der buch.de-Vorstand auf der Hauptversammlung angekündigt, zum Jahresabschluss 2008 die grundsätzliche Dividendenfähigkeit herzustellen. Die Erwirtschaftung eines Jahresüberschusses in 2009 vorausgesetzt, werden Aufsichtsrat und Vorstand auf der Hauptversammlung 2010 erstmalig einen Gewinnverwendungsvorschlag unterbreiten.

Für 2009 haben sich der Vorstand und die rund 100 Mitarbeiter der Gesellschaft in Deutschland und der Schweiz neue Ziele gesetzt. So soll die Conversion Rate (Anteil der Besucher einer Website, die zu Käufern werden) erhöht und die Nutzerfreundlichkeit der Shops weiter optimiert werden. Die Nutzung des Data Warehouse und der Einsatz eines modernen Kampagnenmanagementsystems sollen dazu beitragen, die Marketingmaßnahmen zur Kundenbindung und -neugewinnung unter Berücksichtigung höchster Datensicherheit weiter zu verbessern.

Und: „Wir haben aus der TMI-Insolvenz gelernt“, sagte Albert Hirsch weiter; „wir wollen die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten weiter reduzieren und damit unsere Beschaffungs- und Auslieferungsprozesse verbessern“.

„Aufgrund des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds“, so Hirsch abschließend, „haben wir unsere Gesamtjahresprognose für 2009 bewusst weit gefasst“. Demnach werde die buch.de internetstores AG ihren Konzernumsatz im Gesamtjahr um 2 bis 10 Prozent steigern und ein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von 0 bis 2,0 Millionen Euro erzielen.

Die Aktionäre sprachen den buch.de-Gremien ihr Vertrauen aus: Vorstand und Aufsichtsrat wurden jeweils mit 99,99 Prozent der Stimmen entlastet. Also haben wohl auch die Kleinaktionäre zugestimmt, die zuvor einen Info-Austausch gesucht hatten [mehr…].

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