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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Daniel Kehlmann feiert mit Mario Vargas Llosa den 100. Geburtstag Juan Carlos Onettis

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Eine „blitzgescheite und blitzlichtartige Momentaufnahme“ – Rainer Merkels Lichtjahre entfernt (S. Fischer) über das Scheitern einer Beziehung „zwischen höchster Aufgeladenheit und frappierendem Desinteresse“.

Daniel Kehlmann und Mario Vargas Llosa waren auf Einladung von Suhrkamp im erst kürzlich eröffneten Instituto Cervantes in Frankfurt, um über den lateinamerikanischen Autor Juan Carlos Onetti zu sprechen: „Onetti beeindruckt durch seine Kompromisslosigkeit, durch seine Verachtung unserer Alltagstauglichkeit, durch die Gnadenlosigkeit seiner Weltsicht.“ Die Werkausgabe bei Suhrkamp.

Sachbuch:

„Bierstübl“ und „Verleihnix“ – Duden: Die wunderbare Welt der Namen, Dudenverlag, erklärt die Welt der Namen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Eine Geschichte voller Tragik und Merkwürdigkeiten, mit einer rätselhaften, ebenso anziehenden wie abstoßenden weiblichen Hauptfigur“, sei Michael G. Fritz` Tante Laura, Mitteldeutscher Verlag. So sieht Christian Schärf diesen Roman, in dem Fritz „die Heimsuchung der Gegenwart durch die Gespenster einer versunkenen Welt, die DDR hieß“ verarbeitet.

Alexandre Adler hat sich dem Geheimnis der Templer. Von den Rosenkreuzern bis Rennes-le-Château (Beck) gewidmet. Er zeigt die wilden Verschwörungstheorien ebenso wie deren Widerlegungen auf und macht sich selbst an eine Untersuchung: „Was so entsteht, ist ein zahlreiche Orden und Geheimgesellschaften umspannendes Möglichkeitspanorama mit vielen Leerstellen, aber einer insgesamt hohen Wahrscheinlichkeit“, findet Oliver Jungen, selbst wenn auch Adler „von einer gewissen mythischen Überhöhung des Templerordens“ nicht frei sei.

Auch Felicitas von Lovenberg war bei der Veranstaltung im Instituto Cervantes mit Kehlmann und Vargas Llosa.

Kritik in Kürze:

Jürgen Wilhem, Hartmut Ihne (Hg.): Religion und globale Entwicklung, Berlin University Press

Andrew Smith: Moonwalker. Wie der Mond das Leben der Apollo-Astronauten veränderte, S. Fischer

Süddeutsche Zeitung

Hans-Peter Kunisch bespricht Der Colonel des iranischen Autors Mahmud Doulatabadi, erschienen im Unions-Verlag, der noch vier andere Bücher des Autors verlegt hat. Kunisch meint, Doulatabadi habe mit dem neuen Buch einen städtischen, beinahe „europäischen“ Charakter durchleuchtet und noch in der Übersetzung sei der Colonel ein literarisch über weite Strecken hervorragendes Buch.

Zum 80. Geburtstag des Philosophen ist in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt bis zum 8. Juli die Ausstellung Die Lava des Gedankens im Fluss. Jürgen Habermas – eine Werkschau zu sehen. Volker Breidecker hat sich die Werkschau angeschaut, die im Spätherbst in die Landesbibliothek Oldenburg weiterzieht.

Im Süddeutsche Zeitung Magazin findet sich ein Interview mit dem großen französischen Karikaturisten Jean-Jacques Sempé, dessen bekannteste Figur wohl der kleine Nick ist: „Träumen wurde mir zur zweiten Natur. Ich war in Gedanken immer woanders.“ Das ganze Interview können Sie hier lesen.

Neue Taschenbücher:
Amara Lakhous, Krach der Kulturen um einen Fahrstuhl an der Piazza Vittorio, Wagenbach
Elsemarie Maletzke (Hrg.), Jane Austen für Boshafte, Insel Taschenbuch
Mark Twain, Huckleberry Finn, Insel Taschenbuch
Leopold/Redepennig/Steinheuer (Hrg.), Bärenreiter Basiswissen: Musikalische Meilensteine, Bärenreiter
Savinien Cyrano de Bergerac, Reise zum Mond und zur Sonne, dtv
Glen Cavaliero (Hrg.), Beatrix Potter. Meine Geschichte. Das Journal von 1881 bis 1897, Insel Taschenbuch

Die Welt

„Ein ungeheuer spannendes Buch, das Bestand haben wird“, so der Schriftsteller Jochen Schimmang über Billard um halb zehn von Heinrich Böll, das heute in der WELT-Edition erscheinen wird. Außerdem spricht er über seinen eigenen Roman Das Beste, was wir hatten bei Nautilus.

„Schreckensherrscher der Lombardei“: Kaiser Baarbarossa war alles andere als ein idealer Kaiser, wie er aus dem 19. Jahrhundert überliefert ist, und dessen Mytos Heinrich Heine im Wintermärchen so wunderbar entlarvt. Nun kratzt Johannes Laudage mit seiner Biografie Friedrich Barbarossa bei Pustet am Image.

Neue Zürcher Zeitung

Kurz besprochen werden heute Hör-Bücher unter:
> „Liebe in Zeiten der Krise“: Haarscharf erfasst ist die Produktion Ödin von Horváth, Kasimir und Karoline, gelesen von Ulrich Beseler, Musik und Toncollagen Ursula Frauchinger, Niesen-Verlag
> „Chandlers Halunken“: Gelungene Lesungen Raymond Chandler-Texten: Der grosse Schlaf – Lesung Christian Brückner; Der lange Abschied, Nevada Gas, Spanisches Blut, Zierfische, Günter Lamprecht, Diogenes-Hörbücher 2009 und Bay City Blues, Blutiger Wind, Lesung Christian Brückner, Edition Parlando
> „Akustische Alltagsabenteuer“: Frische Stimmen in Pressplay 2 – Die Anthologie der freien Hörspielszene, hg. von Claes Neuefeind, Mairisch-Verlag

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