Buchhändler und Verleger Rais Shah Muhammad genießt die Freiheit, unbedroht Bücher vertreiben zu können. Unter den Kommunisten war er zweimal, unter den Taliban einmal verhaftet worden. Jetzt hat er einen Vertrag mit dem indischen Händler Motilal Books unterschrieben, der es ihm ermöglichen soll, 200 bis 500 seiner Titel nach Großbritannien und international verkaufen zu können, meldet thebookseller.com.
Muhammad verlegt Bücher in englischer wie in afghanischer Sprache und betreibt drei Buchhandlungen.
Buchverkauf unter anderen Vorzeichen: Raymond McLennan, managing director bei Motilal, betont, dass Händler in Großbritannien sich um die Wirtschaftlichkeit des Handels mit Büchern sorgten, aber sich niemand um die grundsätzliche Freiheit, Bücher zu verkaufen, zu sorgen brauche.
Besonders am Herzen liegt Muhammad denn auch seine Autobiographie Once Upon A Time There Was a Bookseller of Kabul, die er als Antwort auf das Buch Der Buchhändler aus Kabul. Eine Familiengeschichte von Asne Seierstad (List) bezeichnet.
Seit dem Krieg in Afghanistan 2001 sei die Nachfrage nach Informationen über das Land groß: „Journalists, government officials, spies, NGOs – they all wanted information on Afghanistan“, berichtet Muhammad dem Bookseller. Seine besten Kunden seien die im Land stationierten Truppen.
McLennan, will nun an britische Händler wie Blackwell, Dawson und Starkmann herantreten, die in der Belieferung von Bibliotheken von Bedeutung sind. Über Bertram and Gardner will er versuchen, kommerzielle Titel auf den Markt zu bringen. Das Titelportfolio soll ein breites Spektrum abdecken: Kochbücher, Titel zu Geschichte und Politik, Karten und NGO-Publikationen, Kinderbücher, Lyrik sollen vertreten sein. Der Kontakt ist auf der Frankfurter Buchmesse entstanden.
Den gesamten Artikel können Sie hier lesen.







