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Hanau liest ein Buch

Plakat für die Aktion

Gestern Abend ging nach zehn Tagen die dritte Aktion Hanau liest ein Buch zu Ende. Initiiert wurde diese Veranstaltung im Jahr 2005 von der Stadtverordneten Claudia Borowski.

Im Foyer des CongressPark trafen sich Vorleser, Sponsoren, Koordinatoren und Leser mit der Autorin Alina Bronsky, deren 2008 bei Kiepenheuer & Witsch erschienener Debütroman Scherbenpark [mehr…] im Mittelpunkt des Lesefestes der Stadt stand.

Über 180 Vorleser und Vorleserinnen hatten sich in 150 Terminen an 75 Orten an der Aktion beteiligt, die am 26. Juni begann und von hanau marketing GmbH, der Stadtbibliothek, dem CongressPark, dem Hanauer Anzeiger und den Buchhandlungen Bücher bei Dausien sowie Buchladen am Freiheitsplatz unterstützt wurde. Eine ganze Stadt war im Lesefieber; ein Schwerpunkt lag dem Thema gemäß in weiterführenden Schulen und Jugendeinrichtungen. Auch der Heimat der in Jekaterinenburg geborenen Autorin wurde Rechnung getragen: Vor dem russischen Supermarkt in Hanau-Kesselstadt fand eine zweisprachige Lesung in Deutsch und Russisch statt.

Neu bei der dritten Auflage von Hanau liest ein Buch waren ungewöhnliche Leseorte wie das Blockheizkraftwerk, ein Gewächshaus und das Pumpwerk. Erstmals wurde eine Bustour an insgesamt neun Leseorte durchgeführt.

Die tägliche Fortsetzungslesung im Musikpavillon Wilhelmsbad hatte sich bereits 2005 und 2007 bewährt.

Klaus Remer, Kulturbeauftragter des Magistrats, zog gestern eine positive Bilanz: Die Aktion hat das Lesen aus dem privaten in den öffentlichen Bereich geholt. Die Lesefreude war ansteckend. Das Projekt setzt sich aus vielen Mosaiksteinchen zusammen, so hat sich zum Beispiel das Überregionale Beratungs- und Förderzentrum für Blinde und Sehbehinderte – Johann-Peter-Schäfer-Schule mit einer Übertragung des Romans in Braille-Schrift beteiligt. Die Autorin war selbst in sieben Schulen. Klaus Remer dankte Alina Bronsky für dieses Engagement: „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich ein Autor so viel Zeit nimmt.“

Bei Beate Schwartz-Simon, Leiterin der Stadtbibliothek, liefen die Fäden zusammen. Sie dankte allen Beteiligten und forderte auf, Tipps und Hinweise auf einem bereitgestellten Flip Chart zu notieren.

Ohne eine kurze Lesung konnte das Fest natürlich nicht zu Ende gehen. Alina Bronsky las – ausnahmsweise – den Schluss ihres Buches. Sie wird diese zehn Lesetage in Hanau, die sie sehr beeindruckten, nicht so schnell vergessen. „Das ist eine außergewöhnliche Erfahrung für mich“, erklärte die Schriftstellerin, die an ihrem nächsten Buch arbeitet.

Schirmherrin Heike Noll, ehrenamtlich in der Bertha Heraeus und Kathinka Platzhoff-Stiftung tätig, dankte für das große uneigennützige Engagement vieler. Damit wird in Hanau ein wichtiger Beitrag zur Leseförderung geleistet.

JF

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