
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
BILD am Sonntag
In die Rubrik Unsere Top Ten wurde auf Platz 5 auch ein Hörbuch aufgenommen: Die Hörspiel-Version von Carlos Ruiz Zafóns Bestseller Der Schatten des Windes (Hörverlag).
Und Helmut Böger lässt unter „Der Verriss“ kein gutes Haar an der neuen Literatursendung „Vorleser“ im ZDF: „Fried und Mangold sind nette Menschen, zu nett für eine Literatursendung, die von Leidenschaft und vom Streit lebt und kein verbaler Schlummertrunk sein darf.“
Welt am Sonntag
„Deutschland im Herbst: Kein Thema nirgends“: Alan Posener hat die Verlagsprospekte des Herbstes durchgeblättert und findet in den Sachbuchprogrammen nur Langeweile.
Dabei stichelt er über Rowohlt und die Titel Wohin pilgern wir? von Abtprimas Notker Wolf („vereint geschickt die Mönchs- und Pilgermode“) und Jan Fleischhauers „weinerliche Abrechnung mit seiner progressiven Mutter“ (Unter Linken), aber auch über SZ-Journalist Georg Dietz, der bei Kiepenheuer & Witsch ein Buch über den Tod seiner Mutter veröffentlichen wird. Posener: „Am besten man stirbt nicht, wenn man einen schreibendes Kind hat.“
Auch die University Press kriegt ihr Fett weg („Keine Ahnung, warum der Verlag einen englichen Namen hat, die Titel sind alle urdeutsch.“): Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, hat über Marktwirtschaft, Ethik und Moral geschrieben („Kein Witz“), die Biologin Gabriele Werner-Felmayer über „die negativen Folgen der potenziellen Unsterblichkeit für unser Liebesleben“.
Bei Klett-Cotta stößt Posener schließlich auf Das Ende der Liebe im Zeitalter unendlicher Freiheit von Sven Hillekamp („Na, dann gute Nacht.“) und bei C. Bertelsmann auf Michael Jürgs Seichtgebiete: Warum wir hemmungslos verblöden („Als ehemaliger Chefredakteur des Stern müsste er eigentlich wissen, warum.“).
„Republikflucht in den Himmel“: In Heimgehen taucht Karsten Krampitz „ohne Nostalgie und Erbarmen in der DDR-Zeit ein und erzählt über die Selbstverbrennung von Oskar Brüsewitz.“ (Langen-Müller).
„Aus Steueruntertanen müssen Bürger werden“: Ein Interview mit Peter Sloterdijk, dessen neustes Buch Du musst dein Leben ändern bei Suhrkamp erschienen ist.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
„Der stolze Würgeengel“: Bei SchirmerGraf erscheint am nächsten Freitag ein Buch (Die Kunst, Chanel zu sein), in dem Coco Chanel aus ihrem Leben erzählt (aufgezeichnet von Paul Morand).
„Unendlicher Spaß V“: In seiner Kolumne versucht Harald Staun auch in dieser Woche wieder, bis zum Erscheinen von David Foster Wallace’ neustem Buch am 24. August herauszufinden, ob die Lektüre wirklich ein unendlicher Spaß ist.
„Der strenge Blick der Berge“: Julia Encke über German Sudalajews Ich bin ein Tschetschene, das am 14. Juli bei Ammann erscheint.