
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Und noch einmal Daniel Kehlmanns Eröffnungsrede zu den Salzburger Festspielen: Die Rundschau spricht mit dem Schauspieldirektor der Festspiele, Thomas Oberender.
„Irvings Sache war der spöttische Blick“, erfährt man heute von Christian Thomas, der zwei Übersetzungen von Washington Irvings Sleepy Hollow gelesen hat, eine bei Insel, die andere bei Patmos.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„… und darum geht es in diesem Buch: was das bedeutet, das Aushaltenmüssen und das Nichtaushaltenkönnen“, sagt Andrea Diener von Annegret Helds Fliegende Koffer bei Eichborn.
Lee Smolin „hat sich sein Unbehagen“ an der Stringtheorie „von der Seele geschrieben“ und liefert eine grundsätzliche Kritik, „verheddert“ sich aber selbst manchmal, findet Ulf von Rauchhaupt bei der Lektüre von dessen Die Zukunft der Physik. Probleme der Stringtheorie und wie es weitergeht bei der DVA.
Im Arp Museum Bahnhof Rolandseck ist bis zum 30. August eine Ausstellung von Jonathan Meese zu sehen. Der Katalog Erzstaat Atlantisis ist bei DuMont erschienen.
Süddeutsche Zeitung
DuMont plant eine mehrbändige Ausgabe mit Briefen von Albert Vigoleis Thelen. Herausgeber sind Thelen-Forscher Jürgen Pütz und BuchMarkt-Chefredakteur Internet Ulrich Faure, die gemeinsam seit vielen Jahren die Website www.vigoleis.de betreiben. Für die geplante Edition suchen die Herausgeber noch Briefe Thelens. Wer welche besitzt, wird gebeten Kontakt mit Jürgen Pütz aufzunehmen: J. Pütz, Herbert-Lewin-Str. 1, Köln, E-Mail: puetz@vigoleis.de.
Unter „Was ihr kauft, gehört euch nicht“ kommentiert Bernd Graff das Lösch-Fiasko von Amazon und die anschließende Debatte um Datenhoheit. Er meint, „dass Konsumenten zu Kaufknechten und Datenlieferanten geworden sind“.
Jürgen Baumert hat mit Einfallsreichtum. 60 Jahre Forschen und Lernen in der Bundesrepublik Deutschland ein Rückblick auf bundesdeutsche Bildungspolitik bei Ch. Goetz herausgegeben. Alexander Kissler sieht die Stärken des Buches darin, dass es sich einer einsträngigen Moral verweigere. Unter anderem mit Beiträgen von Christine Eichel, Helmut Fend, Aleida Assmanns und Paul Noltes.
Der englische Tierillustrator Edward Lear veröffentlichte von 1830 bis 1832 ein Tafelwerk aus 42 handkolorierten Lithographien, das alle damals bekannten Papageien nahezu in Lebensgröße abbildete. Der Taschen Verlag veröffentlicht das Werk Lears in dem Buch The Parrots 1830 – 1832. Illustrations of the Psittacidae. Harald Eggebrecht hat sich die Papageienpracht angeschaut.
„Hier ist alles ein wenig phantastisch“: Taja Gut hat bei S. Fischer die Lager-Aufzeichnungen Andrej Sinjawskijs herausgegeben, der 1997 im Pariser Exil verstorbene Dozent für „Weltliteratur“ war das erste prominente Opfer eines sowjetischen Schauprozesses nach Stalin. Swetlana Geier hat Sinjawskijs Aufzeichnungen neu übersetzt. Helmut Böttiger rezensiert Eine Stimme im Chor. Die Werke des Abram Terz.
„Lerne lesen, ohne zu leiden“: David Steinitz kommentiert Nicholson Bakers Essay über seinen Selbstversuch mit dem Kindle 2, den der amerikanischen Journalist im New Yorker veröffentlichte.
Die Welt
Das Institut für Zeitgeschichte in München arbeitet an einer historisch-kritischen Ausgabe von Adolf Hitlers Mein Kampf. Die Rechte hält das Bayerische Finanzministerium, aber die gesetzliche Schutzfrist läuft aus.
Neue Zürcher Zeitung
Stefan Rebenich rezensiert Bruno Bleckmanns Die Germanen. Von Ariovist bis zu den Wikingern, C. H. Beck.
Kerstin Knipp bezeichnet Josep Maria de Sagarras Roman über das Barcelona der 1920er Jahre Privatsachen im Elfenbein-Verlag als „groß“.
Samuel Moser bespricht Maja Beutler: Schwarzer Schnee. Erzählungen & Das Album der Signora, Zytglogge
Stefan Weidner schließlich hat Sulaiman Addonia: Die Liebenden von Dschidda (Hoffmann und Campe) gelesen: „Ein Roman über Liebessehnsucht und Doppelmoral in Saudiarabien“.
Financial Times Deutschland
Der südkoreanische Elektronikgerätehersteller Samsung testet seinen ersten E-Book-Reader auf dem heimischen Markt und fordert damit Amazon und Sony im Geschäft mit elektronischen Lesegeräten heraus. Der vorgestellte Reader hat einen kleineren Bildschirm als der Kindle 2 und keinen Wlan-Anschluss, ist aber fast genauso teuer. Im Januar will Samsung weitere Details zum globalen Markteintritt nennen.
Rezensionen:
William Paul Young, Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott, Ullstein: Young beschreibt die Auseinandersetzung eines Christen mit Gott. Elisabeth Werthern findet, die wahrhaftigen Unterhaltungen gut, sieht aber Schwächen in der kitschigen Sprache, den augenfälligen Allegorien und den romantisierenden Passagen über das Jenseits.
Ken Bruen, Jack Taylor fliegt raus, Atrium: Harry Rowohlt hat diesen Irland-Krimi übersetzt. Gregor Kessler meint, dass sich hier wieder einmal zeige, dass die guten Krimis kaum was mit Krimi zu tun haben.
Matt Beynon Rees, Ein Grab in Gaza, C.H. Beck: Carla Quick bespricht das Buch und war froh am Ende des „verwirrenden, mitunter bedrückenden Krimis kein Sandkorn im präzise beschriebenen politischen System von Gaza zu sein“.
Paule Constant, Das Brautkleid, DVA: Die tragische Geschichte einer gescheiterten Ehe wird erzählt. Herbert Winkler schreibt, Constant vermittele auf beeindruckende Weise, dass es auf den jeweiligen Blickwinkel ankomme, bei wem die Schuld und Mitschuld liege.







