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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Woodstock 40 Jahre später

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Der israelische Schriftsteller Yoram Kaniuk erzählt von seiner Krebstherapie. Im Okober erscheint bei Claasen sein autobiografischer Roman Zwischen Leben und Tod.

Hansjörg Graf empfiehlt August H. H. Lafontaines Spottlust, die zu finden ist in:
Quinctius Heyemeran von Flaming, Zweitausendeins
Lesebuch, Mitteldeutscher Verlag
Das Herz wandte sich mir in der Brust um, Mitteldeutscher Verlag

„Ein Vergnügen“ war für Sven Hanuschek die Lektüre von Paul Feyerabends Naturphilosophie bei Suhrkamp.

Neuer Stadtschreiber von Rheinsberg wird Ulrich Enzensberger, Bruder von Hans Magnus Enzensberger und Autor von Sachbüchern, Reportagen und Biografien.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Ein unbekanntes Tagebuch von Max Frisch wurde im Schweizer Max Frisch-Archiv entdeckt. Frisch hat neben seinen ersten beiden Tagebüchern der Jahre 1946 bis 1949 und 1966 bis 1971 ein weiteres verfasst, das im Jahre 1982 beginnt. Der Schweizer Germanist Peter von Matt wird das 184 Seiten lange Typoskript im März bei Suhrkamp herausgeben und kommentieren.

Pünktlich zum Woodstock-Jubiläum liegt Tom Wolfes legendärer Bericht Der Electric Kool-Aid Acid Test in einer neuen Taschenbuchausgabe bei Heyne vor. Wolfe, Starreporter aus New York, begleitete den Autor Ken Kesey (Einer flog übers Kuckucksnest) mit seiner Aktionsgruppe Merry Pranksters 1964 quer durch Amerika. Uwe Ebbinghaus rezensiert.

Im Arche Verlag hat Joachim Kersten den Band Herman Bang – Eines Dichters letzte Reise. Drei Erzählungen von Herman Bang, Klaus Mann und Friedrich Sieburg herausgebracht.

Kritik in Kürze:

„Herz der Päonien“: Jürgen-Peters Stössel mit Gesternmorgenschnee. Ausgewählte Gedichte, Verlag Langewiesche-Brandt

„Hesses China“: Hermann Hesse mit China. Weisheit des Ostens, Hrsg. Volker Michels, Suhrkamp

Süddeutsche Zeitung

Christoph Haas hat Irène Némiroskys Herr der Seelen bei Luchterhand gelesen.

Edith Zehm, Sebastian Mangold und Ariane Ludwig haben in zwei Bänden bei Metzler die Tagebüchter Johann Wolfgang Goethes aus den Jahren 1809 bis 1812 in einer historisch kritischen Ausgabe herausgegeben. Gustav Seibt bespricht und entdeckt „wunderbare Funde“ im Kommentar.

DIE WELT

Bietet heute nichts für uns

Financial Times Deutschland

Um die Entscheidung der Welthandelsorganisation (WTO), die neuen Handelsregeln Chinas für unzulässig zu erklären, ist ein Streit ausgebrochen, meldet die FTD. Es geht vor allem um die Einfuhr von Medien wie Filme und Bücher. Die WTO verspricht sich von ihrem Widerspruch mehr Liberalisierung und weniger Raubkopien. Treibende Kraft hinter der Entscheidung der WTO war die Filmindustrie, aber profitieren könnten vor allem Buchverlage. „Sobald China das Urteil umsetzt, entsteht für private Verlage und Buchhändler in dem Land ein richtiger Geschäftszweig“, wird der chinesische Chef eines ausländischen Verlages zitiert.

Einzelhandel: Alle wachsen nur nicht mit ihren Produkten. Während der Buchhandel durch Non-Books wächst, steigert Tengelmann mit allem nur nicht mit Lebensmitteln sein Ergebnis.

Neue Zürcher Zeitung

„Max Frischs drittes Tagebuch vor der Veröffentlichung“, titelt die NZZ. Suhrkamp will bislang unbekannte Notate zum 60-jährigen Bestehen heruasgeben.
Frisch reflektiere darin über sich und sein Leben, sein Verhältnis zu Frauen und zu Freunden. Außerdem äußert er sich laut den Angaben über die Situation in den USA während der Reagan-Jahre.
Der Schweizer Literaturwissenschafter Peter von Matt, Vorsitzender der Max Frisch-Stiftung in Zürich, werde das Tagebuch 3 edieren mit den notwendigen Kommentaren versehen, kündigte der Verlag an.
Im ersten Tagebuch von Frisch, das 1950 im Gründungsjahr des Suhrkamp Verlags erschienen ist, geht es um die Jahre 1946 bis 1949, im zweiten um die Jahre zwischen 1966 und 1971.

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