Der britischen Autor Neil Gaiman wurde am vergangenen Wochenende im kanadischen Montreal im Rahmen der World Science Fiction Convention mit dem Hugo Award ausgezeichnet. Seine Geistergeschichte „Das Graveyard-Buch“, die im Januar im Arena Verlag auf Deutsch erschienen ist, gewann in der Kategorie „Bester Roman“.
Der Hugo Award ist ein seit 1953 verliehener, nach Hugo Gernsback, dem Begründer des Begriffs Science-Fiction, benannter Leserpreis. Er gilt als einer der wichtigsten Preise in der Science Fiction-Literatur und wird jährlich durch die Teilnehmer des Science Fiction-Worldcons verliehen Zwar liegt der Fokus auf Science Fiction-Literatur, jedoch wird der Hugo Award auch für Werke aus dem Bereich der Fantasy-Literatur verliehen. In den letzten Jahren zählten unter anderem Joanne K. Rowling, Susanna Clarke und Vernor Vinge zu den Preisträgern.
Bereits im Januar 2009 wurde „Das Graveyard-Buch“ mit der Newbery Medal ausgezeichnet. Außerdem wurde Gaiman für seine von ihm selbst eingelesene Hörbuchfassung des Romans für den amerikanischen Hörbuchpreis Audie nominiert. In Deutschland konnte sich „Das Graveyard-Buch“ unter anderem auf der Liste der Besten 7 Bücher für junge Leser von Focus und Deutschlandfunk (April 2009) platzieren. Im März 2009 gewann es die Eule des Monats des „Bulletin Jugend und Literatur“.
Am 18. September 2009 tritt Neil Gaiman mit „Das Graveyard-Buch“ erstmals in Deutschland auf: Beim Harbour Front Festival in Hamburg wird er gemeinsam mit Hörbuchsprecher Jens Wawrzceck („Das Graveyard-Buch“ als Hörbuch gibt es im Hörverlag) in der Kirche St. Katharinen aus seiner düster-skurrilen „Dschungelbuch“-Variation lesen.