Das Thema Afghanistan ist weiter aktuell: Zum Termin der Wahlen dort hat der Verkauf der Bücher des afghanischen Autors Khaled Hosseini im deutschsprachigen Raum die
2,5 Millionen Marke überschritten.
Tausend Strahlende Sonnen war im Mai als Taschenbuch erscheinen und steht seitdem auf der Bestsellerliste. „Ich würde mir wünschen, dass das Lesen dieses Buches das Verständnis für die afghanischen Frauen stärkt und einen tieferen, differenzierteren, emotionaleren und individuelleren Blick auf das allgegenwärtige Bild der Burka-tragenden Frau ermöglicht,“ bringt der Autor und UNHCR-Botschafter Hosseini sein Anliegen zum Ausdruck.
Anna von Hahn, die Pressechefin des Berlin Verlages weiß, warum der Roman weiter seine ungebrochene Aktualität unter Beweis stellt: „Er beschreibt das Schicksal zweier afghanischer Frauen unter der Taliban-Herrschaft. Und auch acht Jahre nach dem Sturz der Taliban sind Frauen in Afghanistan trotz der Bemühungen der afghanischen Regierung, Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen herzustellen, nach wie vor stark benachteiligt. Immer noch kennt ein Großteil der Frauen seine Rechte nicht.“
Im April hatte außerdem das drastische Ehegesetz, das Präsident Karsai zunächst unterzeichnet hatte, für weltweite Aufregung gesorgt. Im Hinblick auf die Wahlen mehrten sich Gerüchte über Unregelmäßigkeiten bei der Registrierung von weiblichen Wählern in einigen Provinzen. Auch würden insbesondere weibliche Kandidaten daran gehindert, Wahlkampf zu betreiben. NB: Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der bereits im Rahmen einer Bundestagsdebatte Tausend Strahlende Sonnen empfohlen hatte, zählt übrigems Drachenläufer auf seiner Facebook-Site zu seinen Lieblingsbüchern.