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Steffen Möller präsentiert „Vita Classica“ im Hessischen Rundfunk

Steffen Möller

Gestern Abend präsentierte Steffen Möller im Foyer des hr-Sendesaals in Frankfurt sein neues Buch Vita Classica.

Er hatte allerlei Requisiten mitgebracht, darunter einen Reiseplattenspieler in Knallgelb, auf dem er Platten, die er bevorzugte, auflegte und damit seine Geschichte musikalisch illustrierte.

Der 1969 in Wolfhagen geborene, in Wuppertal aufgewachsene und 1994 nach Polen ausgewanderte Autor legte 2008 sein erstes Buch, Viva Polonia, erschienen im Scherz Verlag, vor. Während in diesem Band die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen eine Rolle spielen, ist das jetzt ebenfalls im Scherz Verlag publizierte Buch seinem Outing gewidmet: Steffen Möller ist Klassikfan.

Alf Mentzer, hr2, stellte den Autor vor und bezeichnete ihn als den in Polen bekanntesten Deutschen nach dem Papst; Möller war auch als Schauspieler in einer vielteiligen Soap zu sehen.

Steffen Möller selbst skizziert sich so: Seit 27 Jahren liebt er klassische Musik, jetzt muss das endlich gesagt werden dürfen. 2500 Klassik-CDs stehen bei ihm zuhause, unter drei Stunden geht sein Besuch in der Klassik-Abteilung in einem Kölner Kaufhaus nicht ab.

Schon erklingt „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“, gesungen von Dietrich Fischer-Dieskau – auch der Autor hat den Kreuzstab des Klassikfans aufgenommen, wie er sagt.

Während im Elternhaus zu den Sonntagsfrühstücken ausschließlich Bach gehört wurde, setzte Steffen Möller als Erstes Händel und Beethoven dagegen; ein Kassettenkombipack für fünf Mark, den die Mutter ihm zum 13. Geburtstag schenkte, auch ABBA war dabei, aber nicht so wichtig für den Jungen.

Wer Klassik hört, sollte das den ganzen Tag über tun – dieser festen Überzeugung ist Steffen Möller.

Witzig und amüsant schildert er seine Erlebnisse, die auch Vorlieben für Pearl Jam und Heavy Metal offenbaren, und stellte fest: Mit Anhängern dieser Musik kann man sich am besten über Bruckner unterhalten.

Den Abschluss des kurzweiligen Abends bildeten 60 pathetische Sekunden aus Anton Bruckners 9. Sinfonie, gespielt von Jascha Horenstein.

JF

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