Eben meldet sich Verleger Felix Droste mit einem Statement, mit dem er seinen Entschluss, auf die Publikation des Buches „Wem Ehre gebührt“ zu verzichten [mehr…], begründet.
Er sagt: „Der Droste Verlag hat sich in der Vergangenheit immer wieder mit politisch brisanten Themen sachlich kritisch auseinandergesetzt. Als Beispiele können hier die Titel der Reihe mit dem ehemaligen Botschafter Israels Avi Primor oder auch die Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv genannt werden. Auch zukünftig wird sich Droste nicht scheuen, kritische Inhalte zu publizieren: Für das nächste Programm ist bereits ein Krimi vorgesehen, der sich ebenfalls mit dem Thema Ehrenmord beschäftigt. Allerdings werden wir auch in Zukunft in unseren Publikationen nicht die religiösen Gefühle Dritter verletzen, wie es von der Autorin Frau Brinkmann vorgesehen war.“
Der Verleger weiter: „Wenn die Autorin es als Ihre Freiheit ansieht, die religiösen Gefühle Dritter zu verletzen – ob nun von Muslimen oder Christen – möchten wir uns davon deutlich distanzieren.“
Über die Pressekampagne von Gabriele Brinkmann, die das Buch unter dem Pseudonym „W. W. Domsky“ veröffentlichen wollte, zeigt sich der Verlag allerdings „sehr erstaunt, zumal der Vertrag in gegenseitigem Einverständnis mit Rückgabe aller Urheberrechte und Forderungen aufgelöst worden ist. Dass Teile eines internen Schriftverkehrs zwischen Autorin und Verlag für diese Kampagne missbräuchlich herangezogen wurden, ist außerdem mehr als fragwürdig.“