
Zum Feiern hatte gestern Nachmittag der Peter Meyer Verlag in den Frankfurter Kunstverein eingeladen. Anlass war die 10. Auflage des Reiseführers Ghana, es ist das einzige deutschsprachige Reisebuch für dieses westafrikanische Land
Bereits am Eingang in den Raum auf der 2. Etage stimmte ein geschmückter Tisch mit Obst und Kunstgegenständen aus Ghana auf das Thema ein. Auf der Leinwand vermittelte eine Diaschau farbenfrohe Eindrücke des Landes.
„Wer seinen Hocker am Punkt, auf dem sich der Äquator mit dem Nullmeridian kreuzt, aufstellen möchte, muss nach Ghana reisen“, leitete Peter Meyer seine kurze Begrüßungsrede ein. Noch ein paar Kilometer mit dem Schiff, und schon hat man das Ziel erreicht. Es ist allerdings zugegebenermaßen etwas schwierig auszumachen.
Florian Wolfart, Honorarkonsul für Ghana in München, der mit dem Frankfurter Honorarkonsul Dr. Joachim Bromkamp auf der Veranstaltung zu Gast war, beschrieb das Land als freundlich und friedlich. Ein sanfter Tourismus bringe dem Land und den Besuchern gleichermaßen Vorteile. Die frühere britische Kolonie erreichte 1957 ihre Unabhängigkeit, seit 1992 gibt es eine demokratische Verfassung.
„Willkommen in Ghana – ganz danach sieht es in diesem Raum aus“, freute sich Frankfurts Integrationsdezernentin Dr. Narges Eskandari-Grünberg und zog auch gleich eine Verbindung zur Buchmesse: „Reisen bildet – Lesen auch.“ Unter den Menschen aus 170 Nationen, die in Frankfurt wohnen, befinden sich auch etwa 600 Ghanaer.
Der in Ghana geborene Jojo Cobbinah beschreibt humorvoll, wie es zum ersten Ghana-Reiseführer kam: Er lief 1991 durch Frankfurts Straßen und sah in den Buchhandlungen Reiseführer zu allen möglichen Ländern – nur Ghana war nicht dabei. Wer sollte das Land beschreiben? Am besten doch wohl ein Mensch, der sich auskannte: also er.
Der zweite Ghana-Reiseführer erschien im Jahr 1993 bei pmv, eine erfolgreiche und langjährige Kooperation entwickelte sich für Autor und Verlag. Nun wurde in diesem Jahr die 10. Auflage herausgebracht. Die UNESCO würdigte das Buch.
Für Afrika-Feeling sorgte die Band Akwaaba.
JF







