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Neuer Hörbuchpreis: Verleihung des „Auditorix Hörbuchsiegel“ an zehn herausragende Produktionen

Preisträger und Initiatoren des AUDITORIX-
Hörbuchsiegels

In der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) wurde heute zum ersten Mal das neue „Auditorix Hörbuchsiegel“ vergeben, das gemeinsam von der Initiative Hören und der LfM entwickelt wurde. Partner sind der Börsenverein, der Westdeutsche Rundfunk, die Stiftung Lesen sowie die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.

Für Eltern wie auch für Buchhändler fungiert das Auditorix-Siegel nicht als generelle Kennzeichnung für allgemein gelungene Produktionen für Kinder und Jugendliche (was der Begriff „Siegel“ erwarten lässt), sondern – vergleichbar mit dem Deutschen Hörbuchpreis und der hr2-Hörbuchbestenliste – als „Best of“ der eingereichten Wettbewerbshörbücher.

Zehn herausragende Produktionen wurden aus
123 eingereichten Titeln ausgewählt

Mit dem ersten Auditorix-Siegel wurden zehn Kinderhörbücher ausgezeichnet, die die Darstellungsformen Lesung, szenische Lesung, Hörspiel und Feature abdecken. Die am Wettbewerb teilnehmenden 30 Verlage hatten insgesamt 123 Produktionen eingereicht, darunter auch 43 Hörspiele, jedoch erstaunlicherweise nur 7 Features.

Eine zwölfköpfige Jury mit Fachleuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz widmete sich allen eingereichten Hörbüchern „in voller Länge“, wie Wolfgang Schill, der Vorsitzende der Jury, bei der Preisverleihung hervorhob. Mit dem Preis würden Hörbücher ausgezeichnet, „die so gut sind, dass sie zum mehrmaligen und gemeinsamen Hören einladen und auch dazu, über das Gehörte zu sprechen“.

Mit dem Auditorix-Siegel dürfen sich ab sofort diese Hörbücher schmücken:

Der Audio Verlag: „Tote Maus für Papas Leben“
Der Audio Verlag: „20.000 Meilen unter dem Meer“
Hörbuch Hamburg: „Müller hoch drei“
Hörcompany: „Simpel“
Der Hörverlag: „Logo! Politik und Wahlen in Deutschland“ (Sachhörbuch)
Headroom: „Peter Pan – Orchesterhörspiel“
Igel-Records: „Leonardo da Vinci – Mona Lisa“ (Sachhörbuch)
Igel-Records: „Wie man unsterblich wird“
Jumbo Neue Medien: „Jonathan und die Zwerge aus dem All“
Terzio: „Der Sonnenmacher“

Ziel des 2006 gestarteten Gemeinschaftsprojekts „Hören mit Qualität“ ist es, die Kompetenz im Umgang mit Hörmedien zu steigern und das Qualitätsbewusstsein bei Verbrauchern, aber auch bei Herstellern zu fördern. Kostenlos gibt es die „Auditorix Hörspielwerkstatt“ als interaktive Lernsoftware für Grundschulen, Radiowerkstätten oder Medienschulungen – Infos auf http://www.auditorix.de.

Am Rande der Preisverleihung wurde auch ein wenig Kritik laut, die vielleicht nach der Auditorix-Premiere für die nächste Preisrunde 2010 überdacht wird (Einreichungen ab 1. Januar, siehe http://www.hoerbuchsiegel.de). Das Siegel mit dem Löffelhund als Markenzeichen kennzeichnet nicht die tausenden guten Kinder- und Jugend-Hörbücher, die im Handel erhältlich sind und von offiziellen Preisen unberührt bleiben. Durch das „Hörbuchpreis-Konzept“ bleibt die unbestritten lobenswerte Initiative auf nur zehn Audioproduktionen eines Jahres beschränkt – zu wenige für eine echte Orientierungshilfe bzw. ein Gütesiegel im Hörbuchmarkt-Dickicht.

Andererseits lenkt der neue Hörbuchpreis von LfM und Initiative Hören den Fokus auf einen wichtigen, bisher eher unterschätzten Bereich im Hörbuchmarkt: Kinder- und Jugend-Hörbücher machen mittlerweile gut ein Drittel des gesamten Marktes aus, wobei hier bei der Produktion erfahrungsgemäß noch höhere Qualitätskriterien angelegt werden. Hörbücher finden laut Studien 98 Prozent der jungen Hörer „total cool“ oder mindestens „ganz nett“, 81 Prozent nutzen sie regelmäßig. 40 Prozent aller Kinder und Jugendlichen hören mehr als 10 Hörbücher pro Jahr, jeder fünfte junge Hörer sogar mehr als 20 Hörbücher.

Interessant ist auch das Ergebnis der berühmten Taschengeld-Frage: Vor die Wahl gestellt, entscheiden sich bereits vier von zehn Kindern und Jugendlichen eher für das Hörbuch als für das Buch.

rw

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