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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und getAbstract kürzt Literatur zusammen und macht sie managerkompatibel

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Mit Satire-Wert: Katja Oskamps gewiefter Sadomaso-Mutti-Roman Hellersdorfer Perle (Eichborn).

Nathalie Soondrum über Patti Smiths Erinnerungen Just Kids (KiWi).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Was Literatur ist“: endlich sagt es uns einer: Thomas Hettche. Heute in der FAZ.

„Das Jahrhundertwerk ist endlich verlinkt“: Die Klagenfurter DVD-Ausgabe von Robert Musil (Robert-Musil-Institut der Universität Klagenfurt) sei der Traum jedes Musil-Lesers, meint Oliver Pfohlmann. Leider nur übers Internet zu beziehen.

Den neuen Michael Roes Die fünf Farben Schwarz (Matthes & Seitz) gibt es natürlich im Buchhandel.

„Wir können Google beherrschen“ – schreibt Christoph Kappes. Leider schreibt er nichts so wirklich Neues.

Die Welt

Bücher für Nicht-Leser: getAbstract hat die Lizenz zum Kürzen. Bei literarischen Klassikern. Für Manager. Die in ihrem Kopf natürlich Platz für große Bonus-Zahlen brauchen und nicht so unnützen Kram wie z. B. Literatur oder Bildung. „Heiße Luft rauslassen“ nennt Rolf Dobelli, getAbstract-Chef, das Verfahren. Wir kommentieren das mal nicht.

Süddeutsche Zeitung

Alex Rühle (darf der schon wieder Handy tragen? [mehr…]) über Alain Mabanckous Black Bazar (Liebeskind). Rühle hat den Autor in Paris getroffen. Und seinen Artikel zur Freude der Redaktion hoffentlich altmodisch in die Schreibmaschine getippt. Denn: Rühle hat sich ja komplett entnetzt.

Annotationen
Jakob Hein Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand (Piper).

Zeit

„Es tropft, es tropft, sein Herz und meines klopft“: Lyrik und Kind passen hier zusammen wie nix. Das gelte für Jürg Schubigers Gedichte Der Wind hat Geburtstag (Peter Hammer), so Elisabeth von Thadden.

„Übermut“: Blexbolex, Jahreszeiten, Jacoby&Stuart Verlag

„Neuling im magischen Kreis“: Erst wird das ABC gepaukt, dann will das Kind selbst lesen. Aber was? Empfehlungen für die erste Lektüre gibt Ute Andresen:
> Das Zauberbuch, Christine Stemmermann, Diogenes Verlag
> Astrid Lindgren/Katrin Engelking: Nils Karlsson-Däumling, Oetinger Verlag
> Hilary McKay/Heike Herold (Ill.): Charlie spukt rum!/Charlie kann Tricks!, Fischer Schatzinsel
> Gaia Volpicelli/Patricia La Porta (Ill.): Der Wolf, Rieder Tierkinderbücher
> Karin Koch/André Rösler: Am liebsten eine Katze, Peter Hammer Verlag
> Hanna Johansen/Hildegard Müller (Ill.): Wenn ich ein Vöglein wär, Hanser Verlag
> Karla Kuskin: Das Orchester zieht sich an, cbj-audio Verlag

„Von der Wildnis im Kind“: Was vermag Erziehung, woran scheitert sie? Diese Fragen untersucht T. C. Boyle in der „verstörenden Novelle“ Das wilde Kind (Hanser) davon handelt auch Elisabeth Badinters kluge Studie Der Infant von Parma (C.H.Beck), so Susanne Mayer.

„Wir raten zu Vater und Sohn“: Hans Natonek/Wolfgang Natonek: Den Briefwechsel 1946–1962 hat Steffi Böttger bei Lehmstedt herausgegeben.

„Strafverfolgung ist ein Rauschmittel“: James Ellroy schließt seine Verbrecher-Trilogie bei Ullstein über die sechziger Jahre mit einem Romanmonster ab. Titel: Blut will fließen.

„Jedem sein Mekka“: Der Islamexperte Olivier Roy berichtet in Heilige Einfalt (Siedler) von den weltweiten Veränderungen der religiösen Lebensformen, so Otto Kallscheuer.

„Anbeter des Mistkäfers“: Vor 100 Jahren veröffentlichte der französische Forscher Jean-Henri Fabre sein großes Insektenbuch. Jetzt erscheint es „endlich auch auf Deutsch“ – bei Matthes & Seitz , so Sibylle Lewitscharoff.

Rheinischer Merkur

„Der Schlachtendenker“: In der Sowjetunion wurde der ehemalige Kriegsberichterstatter seit seinem Stalingrad-Roman Leben und Schicksal verfolgt. Nun erscheint 46 Jahre nach seinem Tod sein letztes Buch auf Deutsch – eine radikale Abrechnung mit dem Sozialismus und ein ergreifendes Plädoyer für Menschlichkeit
Wassili Grossmann: Alles fließt, Ullstein

„Altachtundneunziger unter sich“: Der Pop-Literat wider Willen ist nun Gesellschaftsreporter. Die Kultursociety jubelt
Benjamin von Stuckrad-Barre: Auch Deutsche unter den Opfern. KiWi

„Entflammte Liebe“: Die in Teheran aufgewachsene Suabeh Mohafez spielt in ihrem neuen Roman „Brennt“ psychologisch versiert mit dem Feuer
– Suabeh Mohafez: „Brennt“. DuMont

„Ostberlins langer Arm“: Der Fall Kurras als Symbol: Nur mithilfe der Stasi entwickelten sich linke Terroristen zu einer Gefahr für die Bundesrepublik. Zwei Bücher beschreiben das Schicksal des Spitzels
Sven Felix Kellerhoff: Die Stasi und der Westen, Hoffmann und Campe
Armin Fuhrer: Wer erschoss Benno Ohnesorg?, Bebra Verlag

Annotiert wird unter
„Alarichs Sieg“:
Mischa Meier, Steffen Patzold: August 410, Klett-Cotta
„Tour d’Horizon zweier Freunde“:
Helmut Schmidt, Fritz Stern, Unser Jahrhundert, C. H. Beck
„Lieber reparieren“:
Annie Leonard, The Story of Stuff, Econ Verlag
„Verkehrte Arbeitswelt“:
Peter Plöger, Arbeitssammler, Jobnomaden und Berufsartisten, Carl Hanser
„Woanders ist es nicht besser“
Anke Stelling, Horchen, S Fischer

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