
Hartwig Schneider wird heute 60 Jahre alt.
2009 endete nicht gut für den langjährigen Geschäftsführer des BLV Buchverlages, den er seit 1998 für den Bayerischen Bauernverband so geführt hatte, als wäre er sein eigener. Aus persönlichen, aber auch gesundheitlichen Gründen nahm er überraschend für uns alle seinen Abschied. Doch die Entscheidung, die ihm schwer gefallen ist, war sichtlich richtig. Heute sagt er: „Es geht mir gut.“
Das ist ein Statement, das seine Freunde erfreut: Hartwig Schneider hat seine Pläne umgesetzt und arbeitet wieder als Anwalt und Trainer für zielgruppenorientierte(kommunikationspsychologische) Redeführung. Aber er gibt natürlich zu, wie sehr ihm doch der Verlag fehlt und wie sehr ihm sein Ausscheiden aus dem BLV zu Herzen gegangen ist – mehr als er dachte. Es war halt doch „mein Verlag“ sagt er, ist sich aber sicher: „Die Abnabelung wird schon noch gelingen“. Ihm hilft dabei, dass ihm einige seiner alten Mandanten treu geblieben sind: „Das tut als Anerkennung gut“.
Heute sieht er, wie gut es war, dass er sich seit Jahren – auch angeregt durch den von ihm noch verantworteten Relaunch des BLV – nicht nur aus Marketingsicht mit den Motiven menschlichen Handelns intensiv beschäftigt (Marketing war schon immer sein „Steckenpferd“): „Die wohl mittlerweile allgemeine Erkenntnis, dass menschliches Handeln meist unbewusst erfolgt, führt ja zu der sehr spannenden Frage, was denn nun unser Handeln steuert. Unbewusst heißt ja nicht ungesteuert.“ Auf dieser Grundlage entstand die neue Markenpositionierung BLV, die neue Zielgruppenansprache, das Marketingkonzept.
Jetzt, nach seinem Ausscheiden, hat er das, was er sich in der Theorie erarbeitet hatte, ganz konkret auf den Punkt gebracht – mit Wehmut: „Ich bin ein wenig traurig, dass ich das nicht schon viel, viel früher geschafft habe. Aber neben der Tagesarbeit geht das wohl nicht, und viel früher wusste ich auch noch zu wenig.“
Jetzt profitiert er von diesem Wissen und seinem Know-how, weil es „gleichzeitig Grundlage für mein neues zweites berufliches Standbein ist. Ich berate z.B. eine Mandantin beim Aufbau einer neuen Existenz in Zielgruppenfindung und Zielgruppenansprache bis hin zum gesamten Unternehmenskonzept. Das macht wahnsinnig Spaß“.
Vor allem, weil er das mit seiner weiteren Neigung verbinden kann – der Kommunikation. Er hat mir vor ein paar Tagen erklärt, was es damit auf sich hat: „Wenn Du glaubst, Werkzeuge dafür zu haben, wie Du menschliches Handeln besser erklären kannst, dann hilft das ja nicht nur bei der Markenfindung und Markenbindung, dann hilft das ja auch in der Kommunikation. Interessant ist es, die herrschenden Kommunikationstheorien mit diesen aus dem Marketing kommenden Überzeugungen abzugleichen. Da ist viel mehr Ergänzung als Widerspruch. Meiner Kenntnis nach hat das bisher noch niemand getan. Ich übe mich gerade daran. Und ich habe ein recht umfängliches Mandat dafür, das sich wohl bis ins nächste Jahr ziehen wird.“
Hartwig, ich freue mich schon darauf, dass wir im November unser jährliches „Arbeitstreffen“ am gewohnten Ort zur Mittagstunde wiederholen, hoffentlich noch viele Jahre. Ich bin sicher, die Themen werden uns nicht ausgehen.
Sei zum Geburtstag herzlich umarmt von Deinem
Christian
Kontakt: hartwig.schneider@meidert-kollegen.de
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